BP-Wahl – Wurm: Hofer-Aussagen zeigen männerbündisches, veraltetes Frauenbild

Bundespräsidentschaftskandidat Hundstorfer auf der Seite fortschrittlicher Frauenpolitik

Die gestrige „Puls4“-Sendung zur Bundespräsidentschaftswahl hat für SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm einmal mehr deutlich gezeigt, wer sich für Gleichstellung einsetzt. „Frauenpolitische Anliegen sind bei Rudolf Hundstorfer gut aufgehoben, das hat er auch als Sozialminister bewiesen“, verweist Wurm u.a. auf die Diskussion um das Frauenpensionsalter, Erfolge wie 50 Prozent der AMS-Gelder für Frauen oder die Pflegekarenz. Demgegenüber habe Hofer sein antiquiertes Frauenbild nicht verhehlen können. „Trotz der bemühten Versuche eines verbindlichen Tons – die männerbündische Ideologie der Burschenschafter kommt bei Hofer immer durch“, stellt Wurm fest.

Auf „Puls4“ hatte FPÖ-Kandidat Hofer gemeint, dass Frauen nur dann bei Ausschreibungen einen Job bekommen sollen, wenn sie als Mütter Betreuungspflichten haben oder pflegen – „eine unglaubliche Diskriminierung aller Frauen, die kinderlos sind oder erwachsene Kinder haben“, kritisiert Wurm.

„Demgegenüber hat sich Bundespräsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer auch gestern dazu bekannt, dass Frauenquoten ein wirksames Instrument sind, um Benachteiligungen von Frauen in der Karrierelaufbahn zu überwinden. Und er hat bereits als Minister bewiesen, dass ihm Gleichstellung ein echtes Anliegen ist und nicht nur ein Thema für Sonntagsreden“, betont Wurm. So unterstütze er als Arbeits- und Sozialminister zahlreiche Initiativen um die klassischen Geschlechterrollen in der Berufsausbildung aufzubrechen und setzte wichtige frauenpolitische Fortschritte, wie die Pflegekarenz oder Bereitstellung von 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen, durch.

Auch bei den Verhandlungen zur Einkommenstransparenz, um Frauen- und Männergehälter im Betrieb vergleichen zu können, war er für die Frauenpolitik ein wichtiger Verbündeter. Und schließlich hat er sich auch in der Pensionsdebatte klar auf die Seite der Frauen gestellt und eine plötzliche frühere Anhebung des Frauenpensionsalters verhindert, erinnert die SPÖ-Frauensprecherin.