Minderheiten, Kultur, Bildung

Heinisch-Hosek zum Internationalen Roma-Tag: Im Zentrum steht gerechter Zugang zu Bildung

Am heutigen Internationalen Roma-Tag verweist Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek auf die Wichtigkeit von Mehrsprachigkeit.

 

Die österreichischen Minderheiten sind eine Bereicherung für das Land und der kulturellen Vielfalt. Obwohl sich die Situation in vielen Aspekten für Minderheiten verbessert hat, leben sie in manchen Regionen immer noch abseits der Gesellschaft. Sie sind von Diskriminierung und Vorurteilen betroffen. Das Schulsystem spielt für die positive Entwicklung eine tragende Rolle. Nicht zuletzt deshalb fand das Recht der anerkannten Volksgruppen auf einen Unterricht in der Muttersprache in den konstituierenden Verträgen der ersten und der zweiten Republik explizite Erwähnung.

„Der gerechte Zugang zu Bildung, unabhängig von sozialer Herkunft, steht für mich am heutigen internationalen Roma-Tag im Zentrum. Das mehrsprachige Schulwesen ist essentiell für Integration und Sprachförderung von Anfang an. Mehrsprachigkeit bietet nicht nur bessere Chancen am Arbeitsmarkt, sondern hat auch eine positive Auswirkung auf die Entwicklung kognitiver und kreativer Fähigkeiten“, erklärt Gabriele Heinisch-Hosek.

Der erst kürzlich verstorbene Rudolf Sarközi hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sich für Roma und Sinti in Österreich einzusetzen. Mit viel Engagement und Hartnäckigkeit hatten er und seine MitstreiterInnen es im Jahr 1993 geschafft, dass Roma in Österreich als eigene Volksgruppe anerkannt wurden.