Frauenberger, Yilmaz, Flucht

Heinisch-Hosek/Frauenberger: Flüchtende Frauen ermächtigen, in Österreich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen

SPÖ-Frauen und sozialdemokratische Jugendorganisationen luden bei der Johanna Dohnal Frauenenquete zur Diskussion zum Thema „Frauen.Flucht.Solidarität“ im ega: frauen im zentrum

„Wir wollen flüchtende Frauen ermächtigen, hier in Österreich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen“, so SPÖ-Frauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Samstag bei der Johanna Dohnal Frauenenquete im ega: frauen im zentrum, die in Zusammenarbeit der SPÖ-Bundesfrauen, Wiener SPÖ-Frauen und der sozialdemokratischen Jugendorganisationen SJ, JG und VSStÖ organisiert wurde. Die Integration und die Gewährleistung des Schutzes dieser Frauen und Kinder hier in Österreich sei eine enorme frauen- und bildungspolitische Herausforderung, die gemeinsam zu bewältigen sei.

„Wir stellen uns klar all jenen entgegen, die auf dem Rücken der Frauen rassistische Vorurteile schüren“, sagte die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger. Und weiter: „Unser Ziel ist Integration vom ersten Tag an, angefangen von der Registrierung, der Bereitstellung von Quartieren, Spracherwerb, Qualifizierung bis hin zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen und eines sozialen Netzes.“

Die Lebensbedingungen in all ihren Facetten von Frauen und Kindern auf der Flucht waren Thema der Podiumsdiskussion mit SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz, der Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser Andrea Brem, der Koordinatorin der connect-Projekte der Kinderfreunde Laura Schoch und Saya Ahmad, die 1991 im Alter von sechs Jahren gemeinsam mit ihrer Familie aus dem Irak geflüchtet ist. Moderiert wurde die Diskussion von der Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Marlis Zederbauer. Am Nachmittag wurde dazu auch in vier Workshops diskutiert.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und der Wiener SPÖ-Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch. Die Frauenenquete wurde heuer zum elften Mal veranstaltet. Vergangenes Jahr wurde sie in Gedenken an die erste österreichische Frauenministerin „Johanna Dohnal Frauenenquete“ benannt.