Kinderbetreuungsgeld, Kindergeldreform, Papamonat

Yildirim: „SPÖ pocht auf Kündigungs- und Versicherungsschutz für Väter bei Kindergeldreform“

Papamonat ist erster Schritt zur partnerschaftlichen Aufteilung der Kindererziehung, rechtliche Absicherung unabdingbar

ÖVP-Ministerin Karmasin hat den für heute anstehenden Beschluss im Ministerrat zur Reform des Kinderbetreuungsgeldes zurückgezogen. Grund ist, dass die SPÖ beim Papamonat auf einen Kündigungs- und Versicherungsschutz pocht.

Das stößt bei SPÖ-Landesfrauenvorsitzender Selma Yildirim auf Unverständnis: „Der Papamonat bietet Familien die Möglichkeit, die Zeit nach der Geburt gemeinsam zu verbringen. Dies ist nicht nur für die frühkindliche Bindung zum Vater wichtig, sondern stellt auch einen wertvollen Beitrag für eine gerechte Aufteilung der Erziehungsarbeit dar. Ein Papamonat ohne Kündigungsschutz und Sozialversicherung ist von Vornherein zum Scheitern verurteilt.“

Die SPÖ steht für eine partnerschaftliche Aufteilung. Immer mehr Väter möchten sich einbringen. „Wir wollen dazu weitere Anreize schaffen. Mit dem von uns seit Jahren geforderten Papamonat kommen wir dieser gesellschaftlichen Entwicklung entgegen“, schildert Yildirim.

„Wir wollen eine zukunftsträchtige Reform des Kinderbetreuungsgeldes und keine halbe Sache beschließen. Die notwendige Zeit müssen wir uns nehmen. Es geht um ein attraktives Angebot für Familien“, so Yildirim.