Promberger: „Auf Hauruck-Aktionen muss hier verzichtet werden!“

Familienministerin Karmasin soll beim Kinderbetreuungsgeld Neu zurück an den Verhandlungstisch, sagt die oberösterreichische Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sabine Promberger.

Mit Unverständnis reagiert die oberösterreichische Landesfrauenvorsitzende, LAbg. Sabine Promberger auf den Rückzieher von VP-Familienministerin Karmasin in Sachen Kinderbetreuungsgeld Neu: „Einen gesamten Entwurf und die damit verbundene Arbeit einfach so zu kippen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn für Karmasin zentrales Thema die verstärkte Partnerschaftlichkeit in der Kinderbetreuung sein soll, verstehe ich ihre Reaktion auf den konstruktiven Vorstoß der Frauenministerin nicht! Die SPÖ Frauen OÖ ersuchen die Familienministerin daher, zurück an den Verhandlungstisch zu kommen und eine gute Lösung für Österreichs Familien zu finden!“
Zur Diskussion stand die Nachschärfung des sogenannten „Papamonats“: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wollte Kündigungsschutz und Krankenversicherung während des Papamonats im Entwurf festgeschrieben wissen. Völlig zu Recht ist sich die Landesfrauenvorsitzende sicher: „Hierbei hat Heinisch-Hosek unsere vollste Unterstützung: Vätern wird es oft bei der Inanspruchnahme von Karenzzeiten nicht einfach gemacht – da ist eine arbeitsrechtliche Absicherung des Papamonats einfach unerlässlich!“
Wenn – wie am Beispiel Papamonat – wesentliche Teile eines neuen Gesetzes noch nicht fertig ausverhandelt sind, ist für Promberger der einzig logische Weg, sich gemeinsam an den Verhandlungstisch zu setzen. „Meines Wissens besteht hier kein Zeitdruck – warum dann einen unfertigen Entwurf beschließen? Um die Gleichstellung von Frauen und Männern gerade in Sachen Kinderbetreuung zu fördern bedarf es schließlich eine gut ausverhandelte Reform, nicht bloß ein zahnloses Reförmchen“, ist sich Promberger sicher.