Kinderbetreuungsgeld: Verhandlungen fortführen!

Ein Papa- bzw. Babymonat hat nur mit einem Kündigungs- und Versicherungsschutz einen Sinn. Familienministerin Sophie Karmasin soll daher an den Verhandlungstisch zurückkehren.

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner: „Wir wollen, dass beim Kinderbetreuungsgeld eine gute Reform zustande kommt. Dafür müssen wesentliche Punkte noch geklärt werden“, sagte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Dass Familienministerin Karmasin die Reform einfach platzen lassen will, ist sehr irritierend“.

Sabine Promberger, Landesfrauenvorsitzende Oberösterreich: "Hierbei hat Heinisch-Hosek unsere vollste Unterstützung: Vätern wird es oft bei der Inanspruchnahme von Karenzzeiten nicht einfach gemacht – da ist eine arbeitsrechtliche Absicherung des Papamonats einfach unerlässlich!“

Selma Yildirim, Landesfrauenvorsitzende Tirol : „Der Papamonat bietet Familien die Möglichkeit, die Zeit nach der Geburt gemeinsam zu verbringen. Dies ist nicht nur für die frühkindliche Bindung zum Vater wichtig, sondern stellt auch einen wertvollen Beitrag für eine gerechte Aufteilung der Erziehungsarbeit dar. Ein Papamonat ohne Kündigungsschutz und Sozialversicherung ist von Vornherein zum Scheitern verurteilt.“

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger: „Mit der Reform des Kinderbetreuungsgeldes muss ein attraktives Angebot für alle Eltern gegeben sein. Um die partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuungszeiten zu unterstützen, braucht es vor allem Motivation für die Väter. Daher ist die arbeitsrechtliche Absicherung beim Papa- bzw. Babymonat unerlässlich“.

JG-Vorsitzende Katharina Kucharowits: „Dieser Abbruch der Verhandlungen ist trotzig und höchst unprofessionell. Die Verhandlungen müssen umgehend wieder aufgenommen werden – jede Verzögerung aus parteipolitischen Interessen geht zu Lasten der Frauen, Männer und Kinder. Kehren Sie zurück an den Verhandlungstisch, Frau Ministerin!“

Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) im ÖGB: „Ein Papamonat ohne Kündigungs- und Versicherungsschutz ist wie ein löchriger Regenschirm. Eltern sind weder Fachexpertinnen noch ParagraphenreiterInnen, sie werden neue Regelungen im Rahmen einer Kindergeldreform nur dann annehmen, wenn sie verständlich und ohne Fallen sind – eine solche Falle wäre aber ein Papamonat ohne Versicherungs- und Kündigungsschutz".

Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde: „Es ist dringend notwendig, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Elternteile endlich verbessert wird. Das Kinderbetreuungsgeld ist eine zentrale Schraube, die wir zum Erreichen dieses Zieles drehen können und müssen. Dass Familienministerin Karmasin aus irgendwelchen Befindlichkeiten die Verhandlungen nun abbricht und für weitere Gespräche nicht zur Verfügung stehen will, ist für uns nicht akzeptabel, weil die Leidtragenden die österreichischen Familien sind“"