Dialog, Niederösterreich, SPÖ

SPÖ-Frauen NÖ beginnen Dialog zum Thema Arbeit im Volkshaus in Mödling

Im Jänner hat die SPÖ NÖ eine Kampagne gestartet, um sich verstärkt dem Thema Arbeit zu widmen.

Der Internationale Frauentag wurde von den SozialdemokratInnen zum Anlass genommen, um diesem Thema einen weiteren Aspekt hinzuzufügen: „Arbeitszeit. Arbeitswert“ lautet das Motto, dem sich die SPÖ Frauen in den nächsten Wochen und Monaten annehmen. Im Volkshaus in Mödling fand dazu eine Veranstaltung statt, bei der eine prominent und fachlich hochkarätig besetzte Talkrunde statt: Neben der Landesfrauenvorsitzenden Elvira Schmidt, waren auch mit dabei die stellvertretende Generalsekretärin Monika Kemperle von IndustriALL, Mag.a Maria Aigner (Gender Mainstreaming-Beauftragte des AMS NÖ), AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler sowie Dr.in Manuela Hargassner-Delpos, die im Sozialministerium den Arbeitskreis Arbeit 4.0 leitet. Moderiert wurde die Talkrunde von der Bezirksfrauenvorsitzenden  Gaby Steiner. Weiters waren bei der Veranstaltung Bundesministerin Gabriele-Heinisch-Hosek, Bezirksvorsitzender Nationalrat Hannes Weninger und Bezirksgeschäftsführer Heinz Scheele, Landesgeschäftsführer Robert Laimer und Landesfrauengeschäftsführerin Annemarie Mitterlehner, Fraktionsvorsitzende Sylvia Drechsler und ORF-Journalistin Ingrid Amon mit ihrem Coaching-Programm „So klingen Siegerinnen“.

Die SPÖ NÖ unterstützt den österreichweiten Frauendialog zum Thema Arbeit: Bei Straßenaktionen, Veranstaltungen und regionalen Dialogforen werden Ideen und Forderungen gesammelt und diskutiert. Das Ergebnis des Diskussionsprozesses wird bei der SPÖ-Bundesfrauenkonferenz im Herbst präsentiert und beschlossen. Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern liegt in Österreich bei 22,4 Prozent, in Niederösterreich bei 23,1 Prozent. Laut Statistik Austria betragen die durchschnittlichen Jahres-Bruttobezüge bei ganzjährigen Bezügen und Vollbeschäftigung bei Männern 49.619 Euro, bei Frauen 38.139 Euro.
 
„Derzeit werden österreichweit jährlich 270 Millionen Überstunden geleistet, 60 Millionen davon unbezahlt. Diese Überstunden werden hauptsächlich von Männern gemacht, während die Hälfte der beschäftigten Frauen Teilzeit arbeiten“, erklärt Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt: „Teilzeitarbeit bedeutet sehr oft das Abrutschen in die Armutsfalle. Deshalb freut mich die Informationspflicht in Unternehmen, wodurch über auszuschreibende Vollzeitstellen zeitgleich die Teilzeitbeschäftigten im Betrieb informiert werden müssen. Es ist mir wichtig, dass jene, die zu viel arbeiten und darunter leiden, keine Zeit für Familie und Privatleben haben, weniger Überstunden machen müssen. Diese Waage gehört wieder ins Gleichgewicht – die Work-Life-Balance muss stimmen, damit die ArbeitnehmerInnen gesund und motiviert im Arbeitsprozess bleiben. Wir wollen faire Bezahlung und Zeit zum Leben.“
 
SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Robert Laimer spricht in diesem Zusammenhang das Thema Arbeit 4.0 an, und erklärt, dass gerade im Zuge einer digitalen Transformation sämtlicher Arbeits- und Lebensbereiche eine der zentralen Frage sei, den Spagat zwischen mehr Arbeitszeitsouveränität und einer besseren Work-Life-Balance bei gleichzeitiger „Entgrenzung der Arbeit“ (zunehmender Einsatz von mobilen Endgeräten) durch ständige Verfügbarkeit zu schaffen.  „Ich bin davon überzeugt, dass Frauen die Chancen des digitalen Wandels nutzen können. Wir müssen dafür sorgen, dass möglichst alle am Fortschritt teilhaben, insbesondere durch eine Weiterbildungskultur, die niemanden ausschließt. Zufriedene und gesunde Beschäftigte sind die produktivsten MitarbeiterInnen. Wirtschaftlicher Erfolg, faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen gehören für uns SozialdemokratInnen zusammen. Unser Ziel ist es, dass wir in Niederösterreich stark und erfolgreich bleiben – technologisch und wirtschaftlich spitze, aber eben auch gesellschaftlich und sozial ein Vorbild. Politik mit sozialdemokratischer Handschrift ist dafür die Voraussetzung.“