SoHo, JG, Klug

Stimmen zum Internationalen Frauentag 2016

Der Internationale Frauentag (International Women's Day) wird weltweit am 8. März begangen. Gleichstellung ist noch lange nicht erreicht, viel ist zu tun!

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: "Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor, in Entscheidungs- und Führungspositionen sind sie aber immer noch stark unterrepräsentiert. Es braucht einen Wandel in der Unternehmenskultur und es braucht verbindliche Maßnahmen für die Privatwirtschaft."

Nationalratspräsidentin Doris Bures: "Der 8. März ist ein bedeutender Feiertag, an dem wir der großen Erfolge der Frauenbewegung gedenken. Er ist aber auch ein Tag, an dem wir Frauen laut und deutlich an die noch immer herrschende Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern erinnern."

Bundeskanzler Werner Faymann: „Am heutigen Frauentag müssen wir uns bewusst machen, dass noch viel Engagement auf dem Weg zu einer tatsächlichen Gleichstellung notwendig ist. Für Gewalt gegen Frauen gibt es in unserer Gesellschaft null Toleranz. Mit unserem dichten Netz an Gewaltschutzzentren und Beratungsstellen für Frauen sind wir gut aufgestellt. Trotzdem ist noch viel zu tun.

SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner: „Die Europäische Kommission soll alle Möglichkeiten evaluieren, wie hier auf EU-Ebene gegen bestehende Ungleichheiten in den Mitgliedstaaten vorgegangen werden kann."

SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach: „Steigender Leistungsdruck in der ungleich entlohnten Erwerbsarbeit, gepaart mit unbezahlter Hausarbeit. Besonders bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben müssen die Mitgliedstaaten noch mehr Angebote schaffen und gleichstellungsfördernde Maßnahmen setzen."

SPÖ-EU-Abgeordnete Karoline Graswander-Hainz: "Männerbünde und über Jahrzehnte geformte und gefestigte Strukturen sind aufzubrechen – aber nicht nur am Weltfrauentag."

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm: „Jede fünfte Frau wird im Laufe ihres Lebens Opfer häuslicher Gewalt. Auch hier muss die Gesellschaft noch stärker sensibilisiert werden und es muss ausreichend Unterstützungsangebote geben. Für uns gilt: Gegen sexualisierte Gewalt. Immer. Überall. Ausnahmslos“.

SPÖ-Sprecherin für Globale Entwicklung Petra Bayr: „Es ist viel sinnvoller beim Wiederaufbau einer Gesellschaft auch an der Gendergerechtigkeit zu arbeiten, als im Nachhinein hart für die Gleichstellung der Geschlechter zu kämpfen“,

Renate Brauner: „Heuer haben wir seitens der Wiener SPÖ-Frauen speziell die unzähligen Frauen, die Wien durch ihr tägliches soziales Engagement zu einer so großartigen Stadt machen, in den Vordergrund gerückt. Denn ehrenamtliches Engagement nützt allen und darin spiegeln sich jene Werte wider, für die Wien als soziale und weltoffene Stadt steht."

Kärtner Landesfrauenvorsitzende, BRin Ana Blatnik: „Das Flüchtlingsthema als Vorwand zu nehmen, um eine Neiddebatte über die Mindestsicherung vom Zaun zu brechen, mit dem Ziel, bei den Ärmsten der Armen zu sparen, lehne ich ab, noch dazu wo von einer Kürzung in erster Line Alleinerziehende, also meist Frauen und Kinder betroffen wären."

Tiroler Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim: „Teils unerwünschte Teilzeitarbeit auf der einen Seite und zu viele, meistens von Männern geleistete Überstunden auf der anderen Seite verursachen zunehmend Druck und Stress“.

Oberösterreichische Landesfrauenvorsitzende Sabine Promberger: "Wir wollen faire Bezahlung, Zeit zum Leben und dass die soziale Sicherheit auch in Zukunft gewährleistet ist“.

Niederösterreichische Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt: "Um möglichst vielen Frauen eine Vollzeitbeschäftigung zu ermöglichen und den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern, ist der Ausbau von flächendeckenden und ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen weiter zu forcieren."

Technologieminister Gerald Klug: „Unternehmen mit weiblichen Führungskräften sind auch wirtschaftlich erfolgreicher. Das zeigt umso mehr, dass unsere Industrie auf dieses weibliche Potential nicht verzichten kann“.

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner: "Frauenpolitik braucht viel Hartnäckigkeit. Wenn wir unser Ziel der Gleichstellung auch noch lange nicht erreicht haben, so gibt es Erfolge, auf die wir sehr stolz sind."

Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid: "Da spielt die hohe Teilzeitquote bei Frauen eine Rolle. Und die Tatsache, dass sich noch immer vorwiegend Frauen um Kinder und Haushalt kümmern. Die Frauenministerin hat bereits viele Initiativen gesetzt, um dem entgegenzuwirken und die ganze SPÖ unterstützt sie dabei“.

BSA-Frauenvorsitzende Beate Wimmer-Puchinger: "Ich erwarte mir gerade von Männern in Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung lautstarke Solidarität und einen gemeinsamen Schulterschluss im Kampf gegen Gewalt an Frauen!“.

ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl: „Die Hürden am Arbeitsplatz für Frauen werden von der Gesellschaft oft nur als ‚Frauenanliegen‘ abgetan. Damit muss Schluss sein. Die Ungerechtigkeiten betreffen uns alle, nicht nur Frauen“.

Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ Katharina Kucharowits: „Wir kämpfen weiter für die Frauenrechte, egal wo Frauen zuhause sind, wo sie leben oder ob sie auf der Flucht sind. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen".

JG-Frauensprecherin Katharina Weninger: "Frauenrechte gelten für alle Frauen und dürfen nicht für eine Politik der Hetze und das Auseinanderdividieren von Menschen missbraucht werden".

Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratische Lesben, Schwulen, Transgender und Intersexuellen Organisation): „Mehr als ein Jahrhundert nach dem ersten Internationalen Frauentag ist festzustellen: Der Kampf der Frauen für Gleichberechtigung war erfolgreich. Mit der Gleichstellung von Frauen und Männern ging es voran, aber trotzdem gibt es noch einiges zu tun. Denn Lebenswirklichkeit ist die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern noch immer nicht“.

Michaela Menclik, stv. Bundesvorsitzende der SoHo: "Bei der partnerschaftlichen Gestaltung der Familienarbeit und der Erwerbsarbeit liegt noch einiges im Argen. Obwohl viele Frauen sich nicht mehr mit traditionellen Rollenverteilungen abfinden wollen.

Janina Hellwagner, Bundesfrauen*sprecherin der AKS: "Die Schule ist kein abgetrennter Raum von gesellschaftlichen Phänomenen. Ungleichgewichte und Missstände zeichnen sich schon hier ab. Deswegen müssen schon in der Schule diese Missstände aufgezeigt und ihnen entgegengewirkt werden."

Marlis Zederbauer, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich: „Feminismus beginnt nicht am 8. März um 0 Uhr und endet wieder um Mitternacht – er dauert das ganze Jahr".

Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich: „Denn noch zieht sich die Unterdrückung der Frau durch die gesamte Gesellschaft. Das wollen wir ändern. Darum kämpfen wir für Gleichberechtigung. An jedem Tag!“