Einkommenstransparenz, Frauenministerin, Frauentag

Frauentag: Einkommenstransparenz bleibt Ziel der Frauenministerin

„Frauenrechte bedeuten für mich: Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, das Recht auf Beruf und Familie sowie das Recht auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Dabei gilt es nicht nur die rechtliche, sondern auch endlich die faktische Gleichstellung zu erwirken“, so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am internationalen Frauentag.

Ein wichtiges frauenpolitisches Thema bleibt daher die Einkommenstransparenz. Die im vergangenen Herbst veröffentlichte Evaluierung der gesetzlichen Instrumente hat eindeutig gezeigt, dass Nachbesserungen notwendig sind, um die Kluft zwischen Frauen und Männern bei den Einkommen zu verringern. „Mit 23% Lohnschere sind wir EU- weit fast Schlusslicht. Das ist untragbar“, so die Ministerin.

Mit dem Strafrechtsänderungsgesetz, das mit 1. Jänner in Kraft getreten ist, konnte eine weitreichende Verbesserung für Frauen im Bereich Gewaltschutz erreicht werden. „Po-Grapschen“, Cybermobbing und die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung sind seither strafbar. „Um das Bewusstsein in der Bevölkerung zu erhöhen habe ich die Informationsoffensive ‚Der Gewalt keine Chance‘ gestartet“, erklärt Heinisch-Hosek.

„Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor, in Entscheidungs- und Führungspositionen sind sie aber immer noch stark unterrepräsentiert. Es braucht einen Wandel in der Unternehmenskultur und es braucht verbindliche Maßnahmen für die Privatwirtschaft. Die Quote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen ist ein Erfolgsmodell – mittlerweile haben wir in diesem Bereich 38% Frauenanteil – in der Privatwirtschaft sind es derzeit nur 17%! Ich werde mich daher weiterhin für eine ähnliche Regelung für die Privatwirtschaft einsetzen, damit dieser Ungerechtigkeit endlich Schluss ist und Frauen dieselben Aufstiegschancen haben“.

Im Bereich Vereinbarkeit sieht die Frauenministerin die mögliche Einführung eines Papamonats in der Privatwirtschaft als große Chance. „Um die partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuung zu fördern, braucht es dafür aber auch einen Kündigungsschutz für Väter, die die erste prägende Zeit gemeinsam mit der Familie erleben möchten. Die derzeit anstehende Reform des Kinderbetreuungsgeldes muss daher echte Rahmenbedingungen für Partnerschaftlichkeit schaffen. Dafür setze ich mich ein“, so Heinisch-Hosek abschließend.