Mutternacht

Bild: SPÖ Frauen

Die Plattform österreichische Initiative Mutternacht setzt sich für eine Senkung der Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern ein.

Jährlich sterben 287.000 Frauen und Mädchen an Komplikationen während der Schwangerschaft und der Geburt – 99 Prozent von ihnen in Ländern des Globalen Südens. Die meisten Todesfälle wären vermeidbar durch eine verbesserte Gesundheitsversorgung, Bildung von Mädchen und den Zugang zu Verhütungsmitteln.

Die Mutternacht wird jedes Jahr im Vorfeld des Muttertages begangen. An diesem Tag rücken wir die Müttersterblichkeit ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit in Österreich.

Österreich ist durch seine Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen verpflichtet zur Senkung der Müttersterblichkeit beizutragen. Bis 2015 sollte das 5. Millennium-Entwicklungsziel – Senkung der Müttersterblichkeit um 75 Prozent – erreicht sein. Österreich muss sich mit politischen und finanziellen Mitteln an der Erreichung dieses Ziels beteiligen. Die Plattform Mutternacht versucht mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen die österreichische Regierung zur Wahrnehmung ihrer internationalen Verpflichtung zu bewegen.

Informieren Sie sich auf www.mutternacht.at über die Aktivitäten der Plattform Mutternacht in Wien, über Müttersterblichkeit im globalen Süden und das Millennium-Entwicklungsziel zur Senkung der Müttersterblichkeit.

Aktion Mutternacht 2015

Wenn das größte Glück zum größten Leid wird

Die Plattform Mutternacht nahm den Muttertag 2015 zum Anlass um am 6. Mai einen Forderungsbrief an den Sektionsleiter des Bereichs Entwicklungszusammenarbeit des Außenministeriums, Botschafter Launsky-Tieffenthal, zu übergeben.

800 Frauen jeden Tag sterben an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt. Im Namen der Mitgliederorganisationen forderte die Plattform Mutternacht die österreichischen Regierung auf ihre internationale Verantwortung wahrzunehmen und ausreichend politische und finanzielle Mittel einzusetzen, damit das 5. Milleniumsziel, die Senkung der Müttersterblichkeit um 75%, erreicht werden kann.

„Um Müttersterblichkeit zu verringern ist es unsere gemeinsame Verantwortung- von den Ländern des globalen Südens, Nordens und der internationalen Gemeinschaft- Mädchen und Frauen in ihren sexuellen und reproduktiven Rechten zu stärken“, betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in der Pressekonferenz der Plattform am 7.Mai.

Im Rahmen der Aktion und der Pressekonferenz wurden ebenfalls erstmals die Infografiken von „Women Deliver“ zum Thema Müttersterblichkeit, die von der Klasse des Bereichs Medienfachleute der Berufsschule für Grafik und gestaltende Berufe Wien erstellt wurden, vorgestellt.