Quote

Bild: SPÖ Frauen

Die Bundesregierung hat sich im März 2011 im Ministerrat selbst verpflichtet, eine Frauenquote in den Aufsichtsräten der Bundesunternehmen einzuhalten. Mit der Einigung ist beim Thema Frauenquote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen ein wichtiger Schritt in Richtung gleiche Chancen für Frauen und Männer gelungen.

Studien zeigen, dass es für die Wirtschaft eines Landes sehr gut ist, wenn das Potential der Frauen genutzt wird. Frauen sind so gut ausgebildet wie nie zuvor. Sie müssen endlich die Chance bekommen, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit Quoten können verkrustete Strukturen und Netzwerke aufgebrochen werden und neue Ideen in die Führungsetagen Einzug halten. Damit werden Chancen für Frauen geschaffen.

Selbstverpflichtung des Bundes
Die Regelung gilt für die Aufsichtsräte jener Unternehmen, an denen der Staat mit mindestens 50 Prozent beteiligt ist. Zuerst sollen bis 2013 25 Prozent und dann bis 2018 35 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein. Betroffen sind 55 Unternehmen, 44 davon sind zu 100 Prozent im Staatseigentum (etwa Nationalbank, Bundesrechenzentrum, Bundesforste, BIG, Bundesfinanzierungsagentur etc.). Jährlich wird es einen Bericht über den Fortschritt der Umsetzung geben. Sollte bis 2018 der 35-Prozent-Anteil an Frauen nicht erreicht worden sein, werden weitere gesetzliche Maßnahmen eingeleitet.

Frauen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Die Arbeiterkammer Wien untersucht jährlich den Anteil von Frauen in den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der Top 200 Unternehmen Österreichs.

Die Auswertung vom März 2013 zeigt ein ähnliches Bild wie in den Jahren zuvor: Geschäftsführungen und Aufsichtsräte sind klar von Männerhand dominiert.

  • In den Geschäftsführungen hat sich der Frauenanteil geringfügig verändert und liegt mit nur 5,6 % knapp über dem Vorjahresschnitt (Februar 2012: 5,1 %).
  • Von insgesamt 620 Vorstandspositionen sind lediglich 35 weiblich besetzt.
  • Der Frauenanteil ist im Aufsichtsrat marginal auf 13,5 % (2012: 11,2 %) angestiegen.
  • In knapp der Hälfte der Unternehmen (43,7%) ist weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand eine Frau vertreten.
  • Obwohl nur in rund drei Viertel der Unternehmen Betriebsratskörperschaften eingerichtet sind, zählen beachtliche 41,4 % (99 von 239) der Aufsichtsrätinnen zur ArbeitnehmerInnenvertretung.

Nähere Informationen dazu unter http://media.arbeiterkammer.at/PDF/AK_Frauen_Management_Report_2015.pdf