Yildirim: Mehr Zeit für Väter

Papamonat kommt auch in der Privatwirtschaft

Mit der Kindergeldreform werden wichtige Forderungen der SPÖ-Frauen umgesetzt! Bessere Vereinbarkeit, mehr Partnerschaftlichkeit, arbeitsrechtlicher Schutz notwendig.
Gestern ging der Gesetzesentwurf für das neue Kinderbetreuungsgeldkonto in Begutachtung. „Langjährige Forderungen der SPÖ-Frauen werden darin endlich berücksichtigt. Das Familienbild wird bunter und zeitgemäßer“, freut sich SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim.
Hineinverhandelt wurde zum Beispiel endlich ein Papamonat auch in der Privatwirtschaft. „Viele Eltern wollen Zeit gemeinsam mit dem Baby verbringen und für Väter ist das oft ein Anreiz, dann auch in Karenz zu gehen.“ 700,- Euro, auch für gleichgeschlechtliche ParternInnen gibt es dafür.
Künftig wird der für Väter reservierte Anteil an der Kinderbetreuungszeit von 16% auf 20% aufgestockt. Bei Aufteilung im Verhältnis von zumindest 40:60 gibt es einen Partnerschaftsbonus in Höhe von 1000,- Euro.
„Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für uns ganz wesentlich. Daher muss die unbezahlte Arbeit partnerschaftlich aufgeteilt werden. Bewusstseinsbildung für Väterbeteiligung und Männer in Karenz, ob bei ArbeitgeberInnen oder in der Gesellschaft, werden wir weiter forcieren. Davon profitieren Frauen und Männer“, ist Yildirim überzeugt.
Was wir noch wollen: „Gewünscht hätten wir uns noch einen arbeitsrechtlichen Schutz während des Papa- bzw. Babymonats. Das werden wir auch während der Begutachtung noch einbringen und nachverhandeln. Väter brauchen diese Sicherheit, damit sie sich beruhigt ihrem Neugeborenen widmen können.“
Alleinerziehende können in Zukunft drei Monate zusätzlich Kinderbetreuungsgeld beziehen. Für Familien mit niedrigem Einkommen bleibt die Beihilfe wie bisher bestehen.
Für jedes Kind steht nach dem neuen Modell gleich viel Geld zur Verfügung. Die Bezugsdauer kann ab 2017 zwischen 15 und 35 Monaten flexibel gewählt werden. „Wir unterstützen eine kurze Bezugsdauer, da dies die Rückkehr in den Beruf erleichtert.“