Uni-Zugang: Kuntzl kritisiert Testgebühren

Gebühren für Aufnahmetests haben abschreckenden Charakter und wirken sozial selektiv

SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl spricht sich deutlich gegen die von manchen Universitäten geplante Gebühr für die Absolvierung des Aufnahmetests aus. „Eine Gebühr hat jedenfalls selektiven Charakter und trifft einmal mehr finanziell schlechter gestellte Studierende. Zugangsbeschränkungen haben ohnehin die Gefahr einer sozialen Selektion – eine zusätzliche Gebühr verschärft das noch“, kritisierte Kuntzl und appellierte an die Unis, diese Pläne zurückzunehmen.

Dass Zugangsbeschränkungen abschreckenden Charakter haben, v.a. für sozial schwächere StudentInnen, habe eine Studie der Arbeiterkammer gezeigt, erinnerte Kuntzl. „Es war ein Erfolg der SPÖ, dass – entgegen den Absichten des zuständigen VP-Ministers – diese bei der letzten Novelle des Universitätsgesetzes nicht ausgeweitet wurden und Erleichterungen für die Studierenden durchgesetzt wurden“, so die Wissenschaftssprecherin der SPÖ. „Es darf jedenfalls keine weiteren Hürden geben, um ein Studium zu beginnen“, so Kuntzl.