Wurm: „Unterschiedliche Lebensrealitäten von Männern und Frauen berücksichtigen“

Genderatlas als Basis für Gender Budgeting weiterentwickeln

„Frauen und Männer haben unterschiedliche Lebensrealitäten. Das muss auch bei der Budgeterstellung auf unterschiedlichen Ebenen berücksichtigt werden“, so SPÖ-Frauensprecherin NRin Gisela Wurm.

Eine gute Datengrundlage bietet der Genderatlas, der Ergebnisse auf Bezirksebene herunterbricht und visualisiert. Derzeit sind die Bereiche Arbeit, Mobilität, Politik und Gesellschaft enthalten. „Auf einen Blick ist hier zu erkennen, wo es weibliche Bürgermeisterinnen gibt, wie groß das Medianeinkommen von Frauen und Männern und damit die Einkommensschere ist, wo der Anteil der Akademikerinnen am höchsten ist oder wie sich Erwerbs- und Teilzeitquote entwickelt haben. Das macht die unterschiedlichen Bedürfnisse deutlich und unterstreicht, wo im Hinblick auf Gleichberechtigung angesetzt werden muss“, schildert Wurm.
Die Fortsetzung des Projektes ist nun finanziell infrage gestellt. „Damit würde nicht nur eine wichtige Ressource für Gender Budgeting verloren gehen, auch die Entwicklungskosten wären verloren.“

Gisela Wurm hat daher gemeinsam mit ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm einen Entschließungsantrag eingebracht, der eine Weiterentwicklung des Genderatlas als Instrument für Gender-Budgeting-Analysen sicherstellen soll.

Der Fokus liegt insbesondere auf:

  • Bildungswahl (inkl gesamter Hochschulbereich)
  • Arbeitsmarkt (Erwerbsbeteiligung, Frauen in Führungspositionen, Arbeitslosigkeit, Pendeln, Wiedereinstieg und partnerschaftliche Teilung)
  • Einkommen (inkl Pensionen)
  • Infrastruktur zu Kinderbetreuung und -bildung
  • Politische Repräsentanz von Frauen

Link zum Genderatlas: http://genderatlas.at/
Entschließungsantrag: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/UEA/UEA_00589/fname_490182.pdf
 

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS