Grossmann: Reform des Bifie bringt schlankere Strukturen und Konzentration auf Kernaufgaben

Die Reform des „Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens“ (Bifie) steht heute, Mittwoch, auf dem Programm des Unterrichtsausschusses. SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann begrüßt die Novelle: „Sie bringt schlankere Strukturen, beseitigt strukturelle Schwächen u.a. durch die Doppelleitung und führt dazu, dass sich das Bifie auf seine Kernaufgabe – die angewandte Bildungsforschung – konzentrieren kann.“ Gleichzeitig wird die Entwicklung, Implementierung und Auswertung der Zentralmatura – eine vom Grundsatz her hoheitliche Aufgabe – der alleinigen Verantwortung des Bildungsministeriums unterstellt. Umgesetzt wird die Reform im Laufe des Jahres 2016, das Bifie Neu soll mit 1.1.2017 etabliert sein.

„Die Reform berücksichtigt auch die Kritik und die Anregungen des Rechnungshofes“, unterstreicht Grossmann. Die Abschaffung des Doppeldirektoriums, die schrittweise Reduktion der Standorte und die Neuregelung der Finanzen mit Einsparungen beim Bifie-Budget sollen die Arbeit des Instituts effizienter machen, mit einem Fokus auf die wissenschaftliche Ausrichtung der Arbeit. Deshalb wird auch die Rolle des wissenschaftlichen Beirats gestärkt, ebenso die Rechte des Aufsichtsrats in Bezug auf die wirtschaftliche Führung. Grossmann: „Bildungsministerin Heinisch-Hosek hat die Schwächen erkannt und das Bifie auf neue Beine gestellt. Damit werden die Verantwortlichkeiten klarer: Die standardisierte Reifeprüfung liegt in der Verantwortung des Ministeriums, das Bifie wird den Fokus auf Bildungsforschung, Bildungsstandards, internationale Vergleichstests sowie Kooperation mit anderen Einrichtungen der Bildungsforschung legen“, so die SPÖ-Abgeordnete.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS