Frauensprecherinnen aller Parteien fordern bessere Programme zur Frauengesundheit

Wurm: „2016 wird ein Schwerpunktjahr für Gender-Medizin“

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und die Frauensprecherinnen der anderen Parlamentsparteien haben letzte Woche in einem gemeinsamen Entschließungsantrag den Ausbau von Programmen zum Thema Frauengesundheit gefordert. „Die Gesundheitsbedürfnisse von Männern und Frauen sind unterschiedlich. Auch bei Symptomen und Krankheitsbildern gibt es oft erhebliche Unterschiede. Aufgabe einer hochqualitativen Gesundheitsversorgung, über die Österreich ja verfügt, muss sein, diese geschlechtsspezifischen Unterschiede wahrzunehmen und die medizinische Versorgung dementsprechend zu organisieren“, so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses.

Wurm kündigt für das kommende Jahr außerdem einen politischen Schwerpunkt zum Thema Frauengesundheit an. Dazu gehört auch der Aktionsplan Frauengesundheit, der Teil des Regierungsprogramms ist und kommendes Frühjahr präsentiert werden soll.

Die sechs Frauensprecherinnen fordern in ihrem Antrag die zuständigen Regierungsmitglieder auf, „die Qualität der medizinischen Angebote für Frauen u.a. durch eine stärkere Einbindung von Gendermedizin in der Krankenversorgung, Gesundheitsvorsorge, Prävention und Früherkennung sowie in Forschung und Rehabilitation weiter zu verbessern“.

In der Begründung zum Antrag heißt es: „Gesundheitsförderung von Frauen, der Zugang zum Gesundheitssystem, Prävention und Versorgung spielen eine wesentliche frauenpolitische Rolle und sind zentraler Bestandteil weiblicher Selbstbestimmung. Dennoch werden bereits sehr früh geschlechtsspezifische Unterschiede im Gesundheitsverlauf deutlich – und zwar zum Nachteil von Frauen. […] Die Verbesserung der Gesundheit beider Geschlechter unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Gesundheitsversorgung und des Gesundheitsverhaltens stellt ein wichtiges frauenpolitisches Anliegen dar.“
 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS