Yildirim: „Mindestlohn wichtiger Schritt beim Schließen der Einkommensschere“

Frauen deutlich stärker von niedrigen Löhnen betroffen. Unterstützung für gewerkschaftliche Forderung von 1700,- Euro Mindestlohn.

„Das Ziel der Gewerkschaft, einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1700,- Euro brutto einzuführen, können wir nur unterstützen“, sagt Selma Yildirim, Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol.

Gerade für Frauen wäre dies ein wichtiger Schritt in Richtung Lohngerechtigkeit, denn die Kluft ist groß: „27% der Frauen und 10% der Männer verdienen bei Vollzeitarbeit aktuell weniger als 1250,- Euro netto (1700,- brutto). Frauen sind also viel stärker von niedrigen Löhnen betroffen und laufen daher eher in Gefahr, während und auch nach dem aktiven Berufsleben von Armut betroffen zu sein“, so Yildirm.

Das Meinungsforschungsinstitut IFES hat für die GPA-djp diese Sonderauswertung des Arbeitsklimaindex durchgeführt.

Besonders stark sind mit 38% Alleinerziehende betroffen. 15% der NiedrigverdienerInnen kommen mit ihrem Einkommen nicht aus. Sie sind viel stärker auf Unterstützung durch PartnerInnen oder Eltern angewiesen. „Ein selbstbestimmtes Leben ist nur mit einem Einkommen möglich, von dem man anständig leben kann. Wer Vollzeit arbeitet, hat ein Recht darauf. Das ist ja wohl das Mindeste“, fordert Yildirim.

„Wir wollen die Einkommensschere so rasch wie möglich schließen. Die Arbeit von Frauen muss gleich viel Wert sein wie jene von Männern. Aktive Mindestlohnpolitik sorgt für mehr Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Wir werden die Gewerkschaft beim Erreichen dieses Zieles daher tatkräftig unterstützen“, so Yildirim.