Frauenberger: Fahne gegen Gewalt an Frauen am Wiener Rathaus gehisst

Psychische Gewalt muss eigener Straftatbestand werden

Heute Mittwoch startet die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Frauenstadträtin Sandra Frauenberger hisste heute gemeinsam mit Polizeipräsident Mag. Dr. Gerhard Pürstl die Fahne der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes" am Wiener Rathaus. Die Fahne, mit dem Schriftzug "Frei leben ohne Gewalt", wird traditionell vor zahlreichen öffentlichen Gebäuden gehisst, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Besonders wichtig ist es der Frauenstadträtin, für psychische Gewalt zu sensibilisieren: „Nicht jede Form von Gewalt ist sichtbar, aber sie tut nicht weniger weh. Psychische Gewalt ist ein ständiges seelisches Quälen und oftmals der erste Schritt in die Gewaltspirale. Wir wollen Frauen deutlich sagen: Auch psychischer Druck ist eine Form von Gewalt. Der Wiener 24-Stunden Frauennotruf ist für alle Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, da. Auch Angehörige, die sich Sorgen um ihre Freundin oder Verwandte machen, können Rat beim Frauennotruf suchen. Wichtig ist, nicht wegzuschauen, sondern zu helfen.“ Frauenberger kündigt eine Sensibilisierungskampagne dazu an.

„Als Frauenstadträtin stelle ich den Wienerinnen ein dichtes Netz an Gewaltschutzeinrichtungen, Beratung und Hilfe zur Verfügung. Denn jede Frau hat das Recht auf Unterstützung und ein gewaltfreies Leben“, so Frauenberger am Mittwoch. Die Frauenstadträtin betont weiter, dass Wien im europäischen Vergleich über eines der dichtesten und am leichtesten zugänglichen Netze an Beratungsstellen sowie Krisen- und Schutzeinrichtungen für Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden, verfüge. Mit dem 24-Stunden Frauennotruf und den Wiener Frauenhäusern stellt die Stadt Wien wichtige Erstanlaufstellen bei Gewalterfahrung zur Verfügung, die Förderung zahlreicher NGOs und Vereine komplettiert das Gewaltschutznetz. In der Frauenpolitik liegt der Schwerpunkt in dieser Legislaturperiode vor allem auch darin, Frauen eine eigenständige Existenzsicherung zu ermöglichen. Ein neues Frauen-Servicezentrum soll außerdem als Erstanlaufstelle Frauen in allen Lebenslagen unterstützen.
 

Foto: Alexandra Kromus