Bayr zum Tag gegen Gewalt an Frauen: Geschlechtsspezifische Gewalt hat keinen Platz

„Orange the World“: Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen sichtbar fordern

„Dass nach wie vor weltweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen ist, kann im 21. Jahrhundert nicht hingenommen werden“, ist Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November überzeugt. Geschlechtsspezifische Gewalt äußert sich auf unterschiedliche Arten, weibliche Genitalverstümmelung ist eine besonders grausame: „Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind mehr als 125 Millionen Mädchen und Frauen von FGM betroffen. Diese Menschenrechtsverletzung hat langfristige seelische und körperliche Folgen“, kritisiert Bayr. FGM wird vor allem in afrikanischen, arabischen aber auch asiatischen Ländern praktiziert.

Mit dem Slogan „Orange the World“ rufen die Vereinten Nationen zu einem Ende von Gewalt gegen Frauen auf. Wichtige Gebäude wie das Empire State Building werden orange beleuchtet und „auch ich trage heute orange, um meine Forderung Gewalt gegen Frauen zu beenden auch sichtbar als politisches Statement am Körper zur tragen. Gewalt gegen Frauen darf nicht länger stillschweigend hingenommen werden“, fordert Bayr.

Die Beendigung von physischer, psychischer und struktureller Gewalt gegen Frauen ist auch in der nachhaltigen Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen, der 2030 Agenda, ein wichtiges Ziel. "Das Empowerment von Frauen und Mädchen, ihr Zugang zu Erbe und Landbesitz, ihre gleiche Teilhabe in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und ihr Schutz von jeder Form von Gewalt ist ein politisch wichtiges Ziel, das von allen Ländern dieser Erde auf vielen Ebenen angegangen werden muss: wir brauchen dazu gesellschaftliches Bewusstsein ebenso wie gute Gesetze, wir brauchen starke staatliche und juristische Strukturen, wir brauchen den Zugang zum Recht für die Opfer und Zeugen von Gewalt, wir brauchen Unterstützungsangebote und ein breit getragenes Unrechtsbewusstsein, wo immer es zu geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt kommt", ist Bayr überzeugt und ruft dazu auf, das Ziel der Beendigung von Gewalt breit und kohärent zu verfolgen.