AKS/SJ/VSSTÖ: „Stopp der Gewalt an Frauen!“

Rote Jugendorganisationen machen anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen Aktion vor dem Parlament

„I want to break free – von verschiedenen Arten von Gewalt!“ Mit dieser kämpferischen Position machten heute Aktivist_innen von der Aktion Kritischer Schüler_innen, der Sozialistischen Jugend und dem Verband sozialistischer Student_innen auf die Gewalt gegen Frauen – international und in Österreich – aufmerksam. „Gewalt an Frauen ist weltweit allgegenwärtig! 70 Prozent der Frauen waren in ihrem Leben bereits von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen“, so die Frauensprecherinnen Janina Hellwagner (AKS), Marlis Zederbauer (SJ) und Sandra Hochmayr (VSSTÖ).

„Die Politik muss Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen setzen und ein stärkeres Bewusstsein in der Gesellschaft schaffen“, so die Vertreterinnen. Sie verweisen auch auf Österreich: „Hierzulande gibt es eine große Dunkelziffer. Das Problem ist kaum sichtbar, denn 90% der Gewalttaten werden innerhalb der Familie oder im sozialen Nahraum begangen.“ Die Gewalt gegen Frauen hat die unterschiedlichsten Facetten und Erscheinungsformen und umfasst auch die psychische Gewalt, wie Handlungen, die Angst und Abhängigkeit erzeugen.

„Die Gewalt gegen Frauen kann nicht getrennt von der immer noch andauernden Diskriminierung von Frauen gesehen werden“, so die Jugendvertreterinnen. „Die ungleichen Machtverhältnisse, in Beziehungen, am Arbeitsplatz, der Politik und Wirtschaft sind Formen und Ursachen für Gewalt. Körperlich und strukturell!“, erklären Hellwagner, Zederbauer und Hochmayr. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit muss also auch die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen Mann und Frau wesentlicher Bestandteil einer Politik gegen Gewalt an Frauen sein.