Heinisch-Hosek/Brunner: Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte ist wichtige Maßnahme, um Lohnschere zu schließen

Langjährige Forderung der SPÖ-Frauen wird umgesetzt

„Die SPÖ-Frauen setzen sich seit langem für ein Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte ein. Wir freuen uns daher sehr über den heutigen Beschluss im Ministerrat“, sagten heute, Dienstag, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Plant ein Unternehmen, eine Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß auszuschreiben, so hat es diese Stelle auch seinen Teilzeitbeschäftigten anzubieten, um auch innerhalb des Unternehmens auf Vollzeit oder auf ein höheres Stundenausmaß aufstocken zu können.

In Österreich arbeitet beinahe jede zweite Frau Teilzeit. „Es ist uns wichtig, auch auf die Gefahren von Teilzeit hinzuweisen. Wer Teilzeit beschäftigt ist, hat nicht nur weniger Einkommen, sondern auch eine geringere Pension. „Nicht alle, die Teilzeit arbeiten, wollen das auch. Von einem Viertel der teilzeitbeschäftigten Frauen ist bekannt, dass sie gerne auf Vollzeit umsteigen würden. Die heute im Ministerrat beschlossene Informationspflicht für Betriebe macht diesen Umstieg nun einfacher“, so Heinisch-Hosek. „Arbeitszeit ist ein wichtiges Thema bei unseren österreichweiten Aktionen. Beim Dialogprozess zum Leitantrag zur Bundesfrauenkonferenz 2014 wurde dieses Thema von den Frauen sehr oft genannt und daher von uns weit oben auf die Agenda gesetzt“, so Brunner.

„Wir wollen die Lohnschere zwischen Frauen und Männern schließen. Das heute beschlossene Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte ist ein wichtiger Schritt“, so Heinisch-Hosek und Brunner abschließend.
 

Foto: Astrid Knie