Österreichs Schulen sind bei Berufsbildung top

EU-Bericht stellt österreichischen Schulen ein gutes Zeugnis aus

Heute wurde der „EU Education and Training Monitor 2015“ durch die EU-Kommission veröffentlicht.

„Für Österreich ist besonders positiv, dass die Zahl von frühzeitigen SchulabgängerInnen besonders niedrig ist, das österreichische Berufsbildungssystem die Jugendlichen gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet und damit zu einer der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeitsquoten beiträgt“, fasst Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek die erfreulichen Ergebnisse zusammen.

Österreichs unterdurchschnittliche Quote an SchulabbrecherInnen erklärt sich für die Bildungsministerin unter anderem durch gezielte strukturelle und pädagogische Maßnahmen wie zum Beispiel die Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) sowie dem Ausbau des ganztägigen Schulangebots. Die bisherige NMS-Evaluierung zeigt, dass durch die neue Lernkultur an der NMS und das innovative pädagogische Konzept die SchülerInnen-Beteiligung gesteigert werden konnte, eine signifikante Verbesserung des Schulklimas erzielt wurde und auch höhere Übertrittsquoten in weiterführende Schulen erreicht werden. Die NMS und die ganztägigen Schulformen ermöglicht es auch SchülerInnen aus sozio-ökonomisch schlechter gestellten Familien, oder von Eltern mit geringem Bildungsabschluss, aufzuholen und damit Bildungsvererbung entgegenzuwirken.

„Im Rahmen der Bildungsreform zielen wir genau auf die Punkte ab, bei denen wir laut Bericht noch Verbesserungspotential haben: Auf gerechte Bildungschancen unabhängig vom Status der Eltern, gleichen Zugang und verbesserte Übergänge auf dem Bildungsweg. Die Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen zu verbessern – etwa von Kindergarten in die Schule – und damit höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen, ist mir ein wichtiges Anliegen“, so Heinisch-Hosek.

Die berufsbildenden Schulen bieten ein vielfältiges Angebot: Jugendliche können entsprechend ihren Talenten und Begabung ihre Ausbildung in mehr als 200 Lehrberufen absolvieren. Diese Form der dualen Ausbildung – also in Schule und Betrieb – dauert je nach Lehrberuf zwischen zwei und vier Jahren. Prinzipien dieser Ausbildungsform sind die gute Verschränkung von schulischer und betrieblicher Ausbildung, schulisches Qualitätsmanagement, praktisches Lernen, Modularisierung und Individualisierung. Alle betroffenen Lehrpläne wurden kompetenzorientiert überarbeitet.

„Neben der ausgezeichneten Berufsbildung, hat sich auch an den berufsbildenden höheren Schulen viel getan. Neben der Matura ergibt sich durch die Berufsbefähigung eine wertvolle Doppelqualifikation. Durch das berufsbildende Schulwesen und die duale Ausbildung erzielen wir eine hohe Berufsfähigkeit und in Folge hohe Beschäftigungsquoten“, so Heinisch-Hosek abschließend.
 

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