Brunner zu Essstörungen unter Jugendlichen: Jetzt Maßnahmen gegen Schlankheitswahn setzen!

SPÖ-Frauen fordern seit langem Grenzen für die Werbeindustrie

„Wir SPÖ-Frauen fordern seit langem eine Kennzeichnungspflicht für stark bearbeitete Werbefotos und ein gesundes Mindestgewicht für Models. Es ist erfreulich, dass Jugendministerin Sophie Karmasin nun auch das Thema Essstörungen aufgreift“, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. „Es gilt jetzt, rasch Maßnahmen für ein realistisches Schönheitsideal zu setzen“, so Brunner am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Brunner erinnerte an die Ergebnisse der informellen Umfrage, die die SPÖ-Frauen während der Sommermonate zum Thema Schlankheitswahn durchgeführt haben. Befragt wurden insgesamt 1.700 Frauen aus ganz Österreich. Dabei sprach sich eine große Mehrheit der Frauen von 89 Prozent für Grenzen in der Werbeindustrie aus. 73 Prozent stimmten der Aussage „Die Bilder von perfekten Models in der Werbung verunsichern“ sehr oder eher zu. Als bedenklich betrachtet die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin auch den Trend zu Schönheitsoperationen. Hier habe die Befragung eine größere Zustimmung bei jungen Frauen als in den anderen Altersgruppen gezeigt.

„Eine Kennzeichnungspflicht bei stark bearbeiteten Werbefotos und ein gesundes Mindestgewicht bei Models tragen zu einem realistischen Schönheitsideal bei. Dazu könnten wir in der Koalition rasch gemeinsame Schritte setzen. Stärken wir mit dieser Maßnahme Mädchen und Frauen“, so Brunner.