Nationalrat – Lueger: Anzeigen sind zurückgegangen und auf niedrigstem Wert seit 10 Jahren

Aufklärungsquote von 43,1 Prozent – drittes Mal höchster Wert im Zehn-Jahres-Vergleich

„KFZ-Diebstähle, vorsätzliche Tötung und Körperverletzung sowie Delikte gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung sind zurückgegangen, wobei natürlich trotzdem jeder Fall ein Fall zu viel ist“, sagt SPÖ-Abgeordnete Angela Lueger heute, Mittwoch, im Nationalrat im Rahmen der Debatte zum Sicherheitsbericht 2014. Beim Anstieg der Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen bedarf es einer verstärkten Analyse, damit schon im nächsten Jahr auch hier ein Rückgang der Fälle zu verzeichnen ist.

Angestiegen ist der Besitz illegaler Waffen: „Es ist ein Wahnsinn, sich illegal Schusswaffen zu besorgen und zu meinen, damit sicherer zu sein.“, zeigt sich Lueger über diesen Umstand besorgt und richtet einen Appell an die Innenministerin, hier tätig zu werden. Ebenfalls mit Sorge kommentiert Lueger jüngste Entwicklungen in der rechtsextremen Szene: „Dass die rechtsextreme Szene seit 2014 vermehrt öffentlich auftritt, macht mir Sorgen. Hier reicht gesamtgesellschaftlich gesehen die Schaffung einer Extremismusberatungsstelle nicht aus, sondern bedarf es größerer Maßnahmen.“

Abschließend bedankte sich Lueger bei der Innenministerin für eine Aufstockung der Exekutive, mahnte jedoch ein, dass dies mit „guter Ausbildung und guter Ausrüstung“ geschehen müsse.
 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS