GLEICHSTELLUNGSPROJEKT EUROPA – Triumph oder Desaster?

Termin: Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18.00 – 20.00 Uhr

Ort: C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal, Sensengasse 3, 1090 Wien

Begrüßung: BARBARA HOFMANN, Karl-Renner-Institut

Podium:
DANIELA BANKIER, Leiterin der Abteilung Gleichstellung für Frauen und Männer in der Europäischen Kommission
MARIA NOICHL, MEP, SPD, Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter
ALEXANDRA WEISS, Politikwissenschafterin, Lektorin und Koordinatorin im Büro für Gleichstellung und Gender Studies

Inhalt
Die Europäische Union wurde zwar als Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, Werte wie Gleichberechtigung fanden aber ebenfalls Berücksichtigung. So finden sich in den Regelwerken Bestimmungen zur Entgeltgleichheit, zu sozialem Schutz, zu Arbeitsbedingungen oder beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten. Die aktuell geltende EU-Gleichstellungsstrategie der Europäischen Kommission läuft noch bis Ende 2015. Wie wird es weitergehen? Die Annahme des Noichl-Reports, der Eckpfeiler für eine weiterführende Gleichstellungsstrategie formulierte und im Europäischen Parlament im Juni 2015 mehrheitlich angenommen wurde, gilt als positives Zeichen für die Neuauflage einer Gleichstellungsstrategie. Schließlich enthält dieser Aufforderungen an die Kommission aktiv zu werden sowie Bestimmungen zu hart umkämpften Themenbereichen wie reproduktiven Rechten. Doch selbst österreichische VertreterInnen der Volkspartei votierten gegen diesen Bericht. Droht ein gleichstellungspolitischer Stillstand auf EU-Ebene? Und was bedeuten mögliche Szenarien für die sozialdemokratische Politik auf österreichischer und europäischer Ebene?

  • Welche Chancen bietet eine neu aufgelegte EU-Gleichstellungsstrategie? Kann die Europäische Union zum Gleichstellungsmotor werden? Oder werden Gleichstellungsinitiativen durch Austerität in der Wirtschaftspolitik konterkariert
     
  • Was kann in einer sehr heterogen zusammengesetzten Europäischen Union überhaupt noch geleistet werden? Wo und wie wirken die vielen verschiedenen Gleichstellungsstrategien und -regelungen in den Alltag hinein?
     
  • Gleichstellungspolitische Regelungen geraten durch die Auswirkungen der Krisen und der nachgelagerten Arbeitslosigkeit immer mehr unter Druck. Steigende Frauenarmut und, damit oft verbunden, gesellschaftliche und soziale Ausgrenzungen sind Kernthemen der sozialdemokratischen Bewegung. Welche Strategien werden auf europäischer Ebene verfolgt?
     

Nähere Informationen und Anmeldung:

Karl-Renner-Institut
baumgarten@nullrenner-institut.at
 

 

Foto: Rainer Kriesch