Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte kommt

Yildirim: „Langjährige Forderung der SPÖ-Frauen wird umgesetzt!“

Immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit. Viele davon nicht freiwillig. In Tirol liegt die Teilzeitquote von Frauen mittlerweile bei über 50% und steigt weiter an. Männer arbeiten in Tirol zu knapp 10% Teilzeit.

„Für all jene, die gerne mehr arbeiten wollen, wird nun eine langjährige Forderung der SPÖ-Frauen umgesetzt“, freut sich Selma Yildirim, Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol. Beim Arbeitsmarktgipfel der Bundesregierung in der vergangenen Woche wurde ein Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte beschlossen. „Diese müssen vom Betrieb über eine mögliche Aufstockung informiert werden. Das Informationsrecht ist ein wichtiger Schritt, um die Lohnschere zu schließen“, erklärt Yildirim.

Der Beschluss im Wortlaut: „Plant ein Unternehmen eine Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß auszuschreiben, so hat es diese Stelle auch seinen Teilzeitbeschäftigten anzubieten, um auch innerhalb des Unternehmens auf Vollzeit oder auf ein höheres Stundenausmaß aufstocken zu können.“

Teilzeit sei zwar in manchen Lebensphasen praktisch und mitunter notwendig, der Fokus müsse aber klar auf Vollzeitarbeitsplätzen liegen. Ein Wechsel zwischen Teilzeit und Vollzeit muss hürdenfrei möglich sein.

„Dem Trend zu Teilzeit müssen wir entgegenwirken. Dadurch sinkt der Konsum, was der Wirtschaft schadet. Vor allem aber steigt die Armutsgefährdung von Frauen. Ganz dramatisch zeigt sich das oft erst in der Pension. Viele Frauen können von ihrer Pension nicht leben“, so Yildirim.

Damit sich das endlich ändert, muss an vielen Schrauben gedreht werden. Angefangen bei gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit, einem Rechtsanspruch für einen Kinderbetreuungsplatz, damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erst möglich wird, eine bessere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit und vielem mehr.
 

Foto: SPÖ Tirol/Julia Hitthaler