Königsberger-Ludwig unterstützt Manifest zur Gleichberechtigung und Inklusion

Eigenständige Sozialversicherung für Menschen mit Behinderung gefordert

Ein selbstbestimmtes und finanziell abgesichertes Leben für Menschen mit Behinderungen in jedem Alter, ist das Ziel des Manifests "Vom Wert des Menschen – Ein Manifest zur Gleichberechtigung und Inklusion", das der SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderungen Ulrike Königsberger-Ludwig am Mittwoch im Parlament überreicht wurde. Königsberger-Ludwig unterstützt insbesondere die Forderung der InitiatorInnen Martin Hetzendorfer, Karl Immervoll, Robert Kraner und Jan Šesták nach einer eigenständigen sozialversicherungsrechtlichen Absicherung für Menschen mit Behinderung, die einer Tätigkeit in Tagesstrukturen oder Werkstätten nachgehen.

"Zum einen ist diese Forderung für ein selbstbestimmtes Leben mit einem Einkommen für ihre Arbeit und den damit verbundenen Selbstwert der Menschen von großer Bedeutung, zum anderen fehlt diesen Menschen im Alter dann eine eigene Pension, das stellt eine klare Diskriminierung dar. Menschen mit Behinderungen müssen die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und wie alle anderen in Pension zu gehen", so die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderungen.

Sowohl im Regierungsübereinkommen wie auch im Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung ist eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung für Menschen mit Behinderungen vorgesehen. Auch eine Arbeitsgruppe im Sozialministerium setzte sich dafür ein und arbeitet gemeinsam mit Trägern, Ländern und Behindertenorganisationen an Lösungen. "Letztlich sind aber vor allem auch die Länder gefordert, Möglichkeiten für eine eigenständige Versicherung zu schaffen, denn zur Zeit fällt die Behindertenhilfe in ihre Kompetenz", erklärt Königsberger-Ludwig am Rande des Treffens und unterstreicht die Wichtigkeit dieser Frage.

Sinnvolle Arbeitstätigkeiten und eine geeignete finanzielle Anerkennung dafür seien wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und eine inklusive Gesellschaft. "Hier Lösungen zu finden, ist das Gebot der Stunde – das Manifest ist ein wichtiger Wegbegleiter dort hin", sagt die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderungen.
 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS