Brauner und Frauenberger zum Equal Pay Day: „Gläserne Decke sprengen!“

Wien hat sich auf den Equal Pay Day bezogen in den letzten vier Jahren um über zwei Wochen verbessert

Morgen Dienstag, 27. Oktober 2015, ist Equal Pay Day in Wien. Ab diesem Tag arbeiten die Wienerinnen statistisch gesehen bis zum Jahresende "gratis", da ab diesen Zeitpunkt Männer durchschnittlich so viel verdient haben wie Frauen im ganzen Jahr. Im Rahmen einer Medienaktion untermauerten die Wiener SPÖ-Frauen, die JG Wien-Frauen und die SJ Wien-Frauen unter dem Motto "Gläserne Decke sprengen!" die Forderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit.

Zwtl: Brauner: Oberstes Ziel ist Gleichstellung "Unser oberstes Ziel ist Gleichstellung. Wir setzen alles daran, die Rahmenbedingungen für Frauen am Arbeitsmarkt weiter zu verbessern. Deshalb werden Frauen in Wien gezielt unterstützt – etwa durch den Gratiskindergarten für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder mittels spezieller Weiterbildungsmaßnahmen des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (waff) für mehr Entfaltungsmöglichkeiten", stellt die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner fest.

Zwtl.: Frauenberger: Lohnunterschied zwischen Geschlechtern in Wien am geringsten In der Bundeshauptstadt ist der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern österreichweit am geringsten. "Durch zahlreiche Maßnahmen hat sich Wien auf den Equal Pay Day bezogen, in den letzten vier Jahren um über zwei Wochen verbessert. Aber es gibt noch viel zu tun: Frauen haben noch immer nicht die gleichen Karrierechancen wie Männer und erzielen nicht die gleichen Einkommen, weil sie überproportional für Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege sorgen müssen. Wir müssen die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen, die Lohnschere zu schließen, wie zum Beispiel mit der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an Frauenförderung", unterstrich Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.

Zwtl.: Berger-Krotsch: Einkommensschere schließen! Immer noch können qualifizierte Frauen kaum in die Top-Positionen in Unternehmen oder Organisationen vordringen und stoßen spätestens auf der Ebene des mittleren Managements an eine "gläserne Decke". Dazu hielt Wiener SPÖ-Frauensekretärin, LAbg. Nicole Berger-Krotsch fest: "In Wien wird die gläserne Decke auf vielfältige Art und Weise gesprengt und damit die Einkommensschere geschlossen: Durch Quoten und Einkommenstransparenz auf Stadtebene, durch die Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen sowie durch die Veröffentlichung des Einkommensberichts. Dadurch sind 2015 bereits 22 von 60 Magistratsabteilungen in Frauenhand. Das entspricht einem Frauenanteil von 37 Prozent – 1997 bei Einführung der Frauenquote waren es noch 5 Prozent."

Zwtl.: SJ/JG fordern Empowerment und weitere Maßnahmen "Schon früh müssen sich junge Menschen entscheiden, welche Ausbildung sie machen wollen. Hier sehen wir, dass tradierte Rollenbilder junge Frauen oftmals in – leider immer noch schlechter bezahlte – 'typische Frauenberufe' drängen. Damit muss Schluss sein! Wir müssen junge Frauen gezielt empowern, damit sie den Weg einschlagen können, den sie auch wollen!", forderten Marlene Mutschmann-Sanchez, Frauensprecherin der SJ Wien und Marina Hanke, Vorsitzende der SJ Wien.

"Wien ist österreichweit Vorbild, was das Schließen der Einkommensschere betrifft", ergänzte JG-Wien Frauensprecherin Elisabeth Esterbauer. Denn gerade junge Frauen hätten von den Maßnahmen, die die Stadt Wien in den letzten Jahren diesbezüglich gesetzt hat, profitiert. "Trotzdem braucht es darüber hinaus, vor allem um die unbezahlte Arbeit fairer zu verteilen, noch weitere Maßnahmen. Als JG fordern wir etwa den Rechtsanspruch auf einen bezahlten Papamonat. Denn nur wenn auch Kinderbetreuung gerecht verteilt ist, kann auch das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit erreicht werden", schloss Esterbauer. (Schluss) tr

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