Heinisch-Hosek & Oxonitsch: „Qualifikation und Basisbildung sind Schlüssel für erfolgreiche Zukunft!“

Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek besuchte heute anlässlich des Weltalphabetisierungstages gemeinsam mit Stadtrat Christian Oxonitsch die Volkshochschule Ottakring, um auf die Wichtigkeit von Bildungsangeboten zur Basisbildung aufmerksam zu machen.

17,1% der österreichischen Bevölkerung – ungefähr eine Million Menschen – verfügen laut OECD Studie PIAAC aus dem Jahr 2013 über eine niedrige Lesekompetenz. Davon können ca. 105.000 Personen nicht lesen und schreiben. Der Weltalphabetisierungstag macht darauf aufmerksam, dass Lese- und Schreibkenntnisse in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich sind und Analphabetismus ein vielschichtiges Problem darstellt.

"Ausreichende Lese- und Schreibkenntnisse sind die Basis für ein selbstbestimmtes Leben. Umso wichtiger ist es, das Thema Analphabetismus zu enttabuisieren und mit gezielten, niedrigschwelligen Bildungsangeboten die Teilhabechance in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt zu erhöhen", so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

"Angebote für Alphabetisierung oder das Nachholen von Pflichtschulabschlüssen werden sehr gut angenommen und stark genutzt", betont Wiens Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Allein an der VHS Wien haben seit 2012 rund 1.100 TeilnehmerInnen kostenlos die Pflichtschulabschlusslehrgänge besucht und ca. 3.300 Menschen an Basisbildungs- und Alphabetisierungs-Kursen teilgenommen. Diese Zahl zeigt, wie wertvoll dieser Service für die Menschen in Wien und ganz Österreich ist. Qualifikation ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft und auch ein wesentlicher Schwerpunkt auf Wiener Landesebene."

Ausbau der Initiative Erwachsenenbildung Das BMBF setzt seit Jahren Initiativen, um Personen mit Basisbildungsbedarf zu fördern und damit der Tabuisierung in der Gesellschaft entgegenzuwirken. "Der Erfolg von Angeboten, wie die 2012 implementierte Initiative Erwachsenenbildung, zeigen den Bedarf und die Notwendigkeit, Bildungsabschlüsse nachzuholen. Wir werden das erfolgreiche Programm daher in den Jahren 2015 bis 2017 weiter ausbauen", so Heinisch-Hosek weiter.

Die Initiative Erwachsenenbildung ist ein Förderprogramm, das bundesweit kostenlose Bildungsangebote in den Programmbereichen Basisbildung und Nachholen des Pflichtschulabschlusses bereitstellt. Die bundesweit einheitlichen Anforderungen und Qualitätsstandards sorgen für eine weitergehende Professionalisierung in der Erwachsenenbildung. Dies zeigt sich am großen Erfolg der ersten Programmperiode: Von 2012 bis 2014 wurden insgesamt 54,6 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. 50 Erwachsenenbildungseinrichtungen boten mehr als 100 Kurse mit rund 23.000 Kursplätzen in ganz Österreich an. 2015 bis 2017 verdoppeln die Mittel des Europäischen Sozialfonds die Mittel im Programmbereich Basisbildung und bieten somit noch mehr Personen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu verbessern. Interessierte erhalten in den Bildungsberatungsstellen der Bundesländer Informationen zu Bildungsangeboten in ihrer Region. Eine Übersicht aller Beratungsmöglichkeiten stellt die Bildungsinfo auf der Website www.erwachsenenbildung.at bereit.