Grossmann zu Schulstart: Schulautonomie kann starres Korsett aufbrechen

Frühaufsteher- und Langschläferklassen schaffen

Zur Diskussion über einen 9-Uhr-Schulbeginn betont SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann, dass es bereits jetzt schon durch das Schulzeitgesetz möglich ist, individuell zu entscheiden, wann die Schule in der Früh startet. "Durch die bereits bestehende Rechtslage kann jeder Schulstandort flexibel entscheiden. Diese Möglichkeit soll nun im Rahmen der Bildungsreform weiter ausgebaut werden", so Grossmann, die eine flexible Gestaltung der Unterrichtsbeginn-Zeiten als "ein Beispiel für die Vorteile der Schulautonomie" bezeichnet. Grundsätzlich sei festzuhalten, dass ein späterer Start in der Früh beziehungsweise ein sanfterer Einstieg sich positiv auf den Lernerfolg und die Konzentration der Schülerinnen und Schüler auswirken.

GehirnforscherInnen, PädagogInnen und Eltern wissen, wie schwierig es ist, Kinder in der Früh "auf Touren zu bringen", daher fordert Grossmann, das starre 8-Uhr-Korsett zu überdenken. "Im Mittelpunkt müssen die Bedürfnisse der Kinder stehen, deshalb appelliere ich an die Schulverantwortlichen, gemeinsam mit den SchulpartnerInnen die bereits bestehenden Möglichkeiten stärker zu nutzen", so Grossmann. So könne sie sich vorstellen, bei mehreren Parallelklassen Frühaufsteher- und Langschläferklassen anzubieten. Enge Kooperation muss es auch mit den Eltern geben – insbesondere mit den berufstätigen. "Die Eltern müssen wissen, dass ihre Kinder gut betreut sind, ein wertvolles Frühstück erhalten und einen guten Start in einen neuen Schultag haben", betont die SPÖ-Bildungssprecherin. FreizeitpädagogInnen sollen dabei verstärkt eingesetzt werden. Schon jetzt gibt es einzelne Vorzeigemodelle, die gut funktionieren. "Diese Vorzeigemodelle sollten weiter Schule machen", so Grossmann.
 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS