Transparenz ist das wirksamste Mittel gegen Lohndiskriminierung

„Der Weg zur Verwirklichung des Grundsatzes Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit führt am effektivsten über die Einkommenstransparenz. Erste Schritte wurden bereits 2011 mit der Einführung der Einkommensberichte für große Unternehmen gesetzt. Seit 2014 gilt das auch für Betriebe über 150 MitarbeiterInnen. Die Einkommensberichte sind ein wichtiges Instrument, um nachzuvollziehen, wie hoch die Gehälter von Frauen und Männern in einer Verwendungsgruppe sind. Jetzt gilt es diese Berichte im Detail auszuwerten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Eines ist klar, je besser die Berichte die wahren Verhältnisse abbilden, desto effizienter können sie auch eingesetzt werden, um zu mehr Lohngerechtigkeit beizutragen“, stellt Selma Yildirim, SPÖ Frauenvorsitzende Tirol, fest.
 
„Flächendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbildungseinrichtungen in ganz Tirol sind die Voraussetzung, dass mehr Frauen Vollzeitzeitjobs annehmen können. Die Regierung hat eine große Ausbauoffensive für die Kinderbetreuung beschlossen. 305 Millionen Euro werden für den Ausbau der Kinderbetreuung und 800 Millionen Euro werden investiert, um das Angebot an Ganztagsschulplätzen zu erweitern.
Trotz gesetzlicher Verpflichtung auf Landesebene und Förderungen durch den Bund erfüllt Tirol seine Aufgaben bei ganzjähriger und ganztägiger Kinderbetreuung nicht. Von einem ganzjährigen, ganztägigen und flächendeckenden Angebot kann in Tirol noch lange keine Rede sein. Mit Kind einer Vollzeitarbeit nachzugehen, das ist in vielen Gemeinden in Tirol für Alleinerziehende tatsächlich nicht möglich. Es gibt dringenden Handlungsbedarf“, ist die SPÖ-Abgeordnete im Landtag Gabi Schiessling, überzeugt.
 
Die Berufswahl und der Zugang von Mädchen zu atypischen, also oft technischen Berufen, ist für SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm ein weiterer wichtiger Schlüssel um die Lohnschere zu schließen: "Das Überwinden von Barrieren beim Zugang zu technisch-naturwissenschaftlichen Berufen und das Aufweichen der traditionellen, geschlechtertypischen Berufswahl sind nur zwei Faktoren, um Benachteiligungen zu verringern und die Einkommensschere weiter zu schließen", so die SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat.