SP-Berger-Krotsch ad FP-Matiasek: Frauenpolitik ist für die FPÖ ein Fremdwort

"Ich darf Sie enttäuschen und Ihnen mitteilen, dass der besagte Leitfaden weder teuer produziert wurde noch neu ist. Dass die Gleichstellung von Frauen und Männern der FPÖ scheinbar wurscht ist, zeigen die mageren bis nicht vorhandenen FPÖ-Agenden für Frauen. Wir nehmen unsere Arbeit und die Bedürfnisse von Frauen ernst", so die SPÖ-Wien-Frauensprecherin, Nicole Berger-Krotsch, in Reaktion auf aktuelle Aussagen der FPÖ-Politikerin, Matiasek. Dass eine sprachliche Nennung beider Geschlechter zur Gleichstellung beiträgt, sei Ergebnis zahlreicher Studien, unterstreicht Nicole Berger-Krotsch.

"Starre Rollenbilder, in denen Frauen für sämtliche Haushaltstätigkeiten zuständig sind, während die Männer das Geld verdienen, lassen sich nur durch Bewusstseinsbildung verändern. Willkommen im 21. Jahrhundert!", so Berger-Krotsch in Richtung Matiasek, und weiter: "Die Kampagne '4 Wände 4 Hände' trägt wesentlich zu dieser Bewusstseinsbildung bei."

"Frauen gehen im Vergleich zu Männern eine Stunde pro Tag länger unbezahlten Tätigkeiten nach. Wer den Haushalt macht oder Windeln wechselt ist daher eine hochpolitische Frage, die nicht unter den Tisch gekehrt werden darf. Frauen haben dadurch weniger Zeit, die sie in ihr berufliches Fortkommen investieren oder für sich selbst nutzen können."

Der größte Teil der frauenpolitischen Arbeit der Stadt Wien fließe laut Berger-Krotsch in die aktive Frauenförderung: "Wir helfen Frauen gezielt bei ihrer Aus- und Weiterbildung. Mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) bietet die Stadt Wien insbesondere Frauen mit geringen Bildungsabschlüssen gezielte Programme und Unterstützungsmaßnahmen, um erfolgreich am Arbeitsmarkt agieren zu können. Allein im vergangenen Jahr konnten rund 3.300 Frauen von den waff-Programmen profitieren", so die SPÖ-Wien-Frauensprecherin.

"Würde sich die FPÖ tatsächlich nur eine Minute mit Frauenpolitik beschäftigen, wüsste sie, dass Frauen in Wien eine höhere Erwerbsquote, höhere Einkommen und eine niedrigere Lohnschere im Vergleich zu den anderen Bundesländern haben. Das ist das Verdienst der aktiven Frauenpolitik, die die SPÖ betreibt", so Berger-Krotsch abschließend.

 

Foto: Ludwig Schedl