Sabine Promberger: „Frauenpolitik darf nicht baden gehen – und sie ist wählbar!“

Mit ihrer Aktion „Damit Frauenpolitik nicht baden geht!“ brachten die SPÖ Frauen OÖ am Donnerstag ihre wichtigsten Forderungen zum Thema Beruf und Familie auf den Punkt und luden PassantInnen ein, zu beurteilen, welche Forderungen sie als besonders wichtig erachten. „Wir wollten deutlich machen, dass eine Stimme für die SPÖ, auch eine Stimme für gleiche Chancen für Frauen und Männer in Oberösterreich ist! So gesehen ist Frauenpolitik ist wählbar!“, betont Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sabine Promberger.

„Die ÖVP hat in den letzten sechs Jahren zugelassen, dass Politik für Frauen in den Hintergrund gerückt wurde – man bedenke nur die Zustimmung zur FPÖ-Sparmaßnahme bei der Kürzung der Wohnbeihilfe für Alleinerziehende“, hält Promberger fest und sieht das frauenpolitische Engagement von Frauen-Landesrätin Hummer bestenfalls als halbherzig an. Frauen ‚Mut zu machen‘ sei zwar sinnvoll und notwendig, werde aber alleine nicht reichen. Hier brauche es konkrete Lösungsansätze und keine leeren Worthülsen, spielt Promberger auf die „Mutmach-Kampagne“ der VP-Landesrätin an.
„Chancengleichheit ist uns ein zentrales Anliegen. Wie schwierig es für Frauen immer noch ist, Beruf und Familie zu vereinbaren, wissen wir aus zahlreichen Gesprächen. Daher braucht es unter anderem den raschen Ausbau bei den Betreuungseinrichtungen für Unter-Dreijährige. Hier sind wir österreichweit noch immer das Schlusslicht" so Promberger.

Die wesentlichsten Forderungen der SPÖ Frauen OÖ:
Oberösterreich hat den zweithöchsten Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen bundesweit. Deswegen fordern die SP Frauen OÖ gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, mehr Einkommenstransparenz (etwa durch die Weiterentwicklung der Einkommensberichte), verpflichtende innerbetriebliche Frauenförderung und einen Mindestlohn von € 1500. „Und wir bleiben dabei: Nein zu einer vorzeitigen Erhöhung des Frauenpensionsalters!“, stellt Promberger klar.

Ein weiteres Versäumnis der ÖVP: In Oberösterreich ist es oft ein Spießrutenlauf, Kinderbetreuung und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Daher müssen genügend gute Kinderbetreuungseinrichtungen mit passenden Öffnungszeiten, ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz sowie eine lebensphasenorientierte Arbeitszeit in Oberösterreich – und nicht nur in unserem Bundesland – endlich eine Selbstverständlichkeit werden. So lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren.

Die SP Frauen OÖ setzen sich dafür ein, dass es genügend leistbare Wohnungen gibt. Weil FPÖ und ÖVP die Wohnbeihilfe gekürzt haben, wird Wohnen, vor allem für Alleinerziehende, oft zur Existenzfrage. „Diese eiskalte, unsoziale Sparmaßnahme auf dem Rücken von Müttern und Kindern ist unerhört und muss zurückgenommen werden!“, fordert Promberger.
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