Yildirim: „Gesundes Körperbewusstsein fördern“

SPÖ-Frauen erfreut über mehr Therapie-Angebote der Tirol Kliniken. Präventionsarbeit möglichst früh an Schulen beginnen.

Dem Schönheitswahn den Kampf ansagen und ein gesundes Körperbewusstsein fördern, dieses Ziel haben sich die SPÖ-Frauen mit ihrer Sommeraktion gesteckt. „Übertriebener Schönheitswahn macht krank. Betroffen sind zu 90% Frauen, die Zahlen sind in den vergangenen 10 Jahren um 80% angestiegen“, macht Frauenvorsitzende Selma Yildirim deutlich.

Das zeigen nun auch ganz deutlich die von den Tirol Kliniken präsentierten Zahlen. Rund 3000 Jugendliche in Tirol leiden demnach an Essstörungen. Schon 10-jährige Mädchen sind betroffen.

„Ich bin sehr froh, dass die Tirol Kliniken ihr Therapie-Angebot ausbauen. Gerade junge Frauen und Mädchen lassen sich von Werbung, Schönheitsindustrie und sozialen Medien beeinflussen. Wichtig wäre daher auch Präventionsarbeit und Aufklärung an den Schulen und das möglichst früh“, fordert Yildirim.
Die SPÖ-Frauen touren seit Wochen durch die Tiroler Bezirke. „Das Thema Schönheitswahn beschäftigt Frauen wie Männer sehr. Die Resonanz auf die Aktion ist enorm positiv“, zieht Yildirim eine Zwischenbilanz.

Weit über 100 Fragebögen wurden bisher ausgefüllt. Wer mitmachen will, findet den Fragebogen hier online: http://goo.gl/forms/uqOLSk4olA Gegen Ende September wird das Endergebnis der österreichweiten Befragungen präsentiert.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat eine Kennzeichnungspflicht bei stark bearbeiteten Werbefotos und eine Gewerbeordnung vorgeschlagen, die Modelagenturen die Anstellung von Frauen und Männern unter einem bestimmten Body-Mass-Index untersagt. Entsprechende Gesetze gibt es dazu beispielsweise in Frankreich, Spanien und Israel.