Schwangerschaftsabbrüche können durch kostenlose Verhütungsmittel eingedämmt werden

SPÖ-Landesfrauenvorsitzende LAbg. Ingrid Riezler | „Eine Kostenübernahme für eine sichere Verhütung wird zu einem Rückgang der Abtreibungen führen. Die Aufrechterhaltung der Gynmed-Ambulanz darf nicht zur Diskussion stehen.“

Für SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Ingrid Riezler steht außer Frage, dass die Gynmed-Ambulanz in den Landesklinken in Salzburg aufrechterhalten bleibt. So mag die Anzahl an Abtreibungen, die in den letzten zehn Jahren durchgeführt wurden im ersten Moment sehr hoch erscheinen, doch dem muss man mit guter Aufklärung und Prävention entgegen treten.

„Die SPÖ Frauen fordern schon seit vielen Jahren, dass die Krankenkassen die Kosten für Verhütungsmittel übernehmen. In vielen europäischen Ländern wurde dies bereits umgesetzt, was auch die Anzahl an ungewollten Schwangerschaften deutlich reduziert“, informiert Riezler und ergänzt: „Im Bereich der Aufklärungsarbeit werden hingegen schon vermehrt Maßnahmen seitens der zuständigen Bildungsministerin Heinisch-Hosek gesetzt.“

Die sichersten Verhütungsmittel seien leider auch die teuersten, was dazu führt, dass viele BürgerInnen gar nicht erst verhüten würden, da sie die Kosten nicht stemmen können. „Mit Kosten in der Höhe von mehr als 50,– Euro für drei Monate sind es vor allem die Niedrigverdiener, die echte Probleme haben die Kosten zu stemmen“, weiß Riezler.

Gynmed-Ambulanz darf nicht in Frage gestellt werden

Sorgen bereitet Riezler die Reaktion aus dem Büro von Landeshauptmann Haslauer auf die statistischen Daten der Gynmed-Ambulanz. Der Landeshauptmann bedaure, dass es derzeit keine Alternative gebe, er selbst sei aber auch nicht glücklich damit und präferiere eine Lösung, die nicht an die Landesklinken angedockt ist. „Jahrzehntelang gab es Diskussionen, ehe unter der damaligen Landeshauptfrau Burgstaller die Abtreibungsklinik 2005 errichtet wurde. Ein Ende dieser Diskussion konnte aber nie erreicht werden, denn immer noch gibt es viele Abtreibungsgegner, die versuchen, die Gynmed-Ambulanz wieder zu schließen. Ich hoffe mal, dass der Herr Landeshauptmann seinen Wunsch nach einer Ausgliederung gleich wieder fallen lässt.“