Heinisch-Hosek/Brunner: „Barbara Prammer fehlt uns als Politikerin und als Mensch“

SPÖ-Frauen gedenken ihrer Ehrenvorsitzenden – Dokumentation des ersten Barbara Prammer Symposiums erschienen

"Barbara Prammer war eine überzeugte und leidenschaftliche Frauenpolitikerin und Demokratin. Sie hat sich mit großer Beharrlichkeit für die Grundwerte unseres Staates eingesetzt und damit viele Menschen tief bewegt", sagten heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner anlässlich des bevorstehenden ersten Todestages von Barbara Prammer am 2. August.

Zum Gedenken an die große Politikerin haben die SPÖ-Frauen gemeinsam mit dem Sozialdemokratischen Parlamentsklub und dem Karl-Renner-Institut das Barbara-Prammer-Symposium ins Leben gerufen, das jährlich rund um ihren Geburtstag Anfang Jänner im Parlament veranstaltet wird. Eine Dokumentation des ersten Symposiums mit dem Titel "Demokratie und Gleichberechtigung" ist nun erschienen und kann bei den SPÖ-Frauen unter frauen@nullspoe.at bestellt werden. Die Broschüre gibt die Referate und Redebeiträge des Symposiums sowie eine Zusammenfassung der Workshops wieder. So erinnerten unter anderem Bundeskanzler Werner Faymann und SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder an das Wirken von Barbara Prammer und skizzierten die demokratiepolitischen Herausforderungen, die sich für uns heute stellen.

Im Jänner 1997 wurde Barbara Prammer zur Frauenministerin ernannt und im April 1997 auf der Bundesfrauenkonferenz in Linz zur Vorsitzenden der SPÖ-Frauen gewählt. "Wir wollen das Leben der Frauen besser machen" – Diese tiefe Überzeugung von Barbara Prammer hat ihr gesamtes politisches Wirken geprägt. Ihre frauenpolitischen Errungenschaften sind nachhaltig. Besonders hervorzuheben sind dabei unter anderem der massive Ausbau der Kinderbetreuung, der Ende der neunziger Jahre forciert wurde oder das Gewaltschutzgesetz, mit dem Österreich einen richtungsweisenden Weg in Europa beschritten hat. Ein Meilenstein war auch die Verankerung der Gleichstellung der Geschlechter in der Verfassung. 2006 wurde Barbara Prammer zur Präsidentin des Nationalrates gewählt.

"Barbara Prammer fehlt uns als Politikerin und als Mensch. Sie hat uns eine große Aufgabe und Verantwortung mit auf den Weg gegeben. Ihre Worte sind klar und eindringlich und gemahnen uns heute, wie wichtig eine echte Gleichberechtigung von Frauen und Männern für das Funktionieren unseres Staates ist", so Heinisch-Hosek und Brunner.

"Letztendlich liegt der Schlüssel zu einer gerechteren, demokratischen Gesellschaft in einer echten Partnerschaft zwischen Männern und Frauen. Das macht den Kampf um Gleichberechtigung so wichtig und weiterhin unverzichtbar." (Zitat Barbara Prammer)