Yildirim / Blanik: „SPÖ pocht auf Rechtsanspruch bei Kinderbetreuung“

Kein Abrücken von gesetzlichem Auftrag. Stimmt die Qualität, werden Angebote auch angenommen und wirken Landflucht entgegen.

Die SPÖ Tirol war beim Beschluss des Tiroler Kinderbildungs- und –betreuungsgesetzes treibende Kraft. „Im Gesetz sind ganztägige und ganzjährige Betreuungsplätze in den Gemeinden verankert. Daran hat sich auch die zuständige ÖVP-Landesrätin zu halten“, fordern Frauenvorsitzende Selma Yildirim und die für Kinderbetreuung zuständige SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik.

Die SPÖ tritt weiterhin für einen Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr ein. „Bei Nichterfüllung ist den Eltern ein Schadenersatz zuzusprechen“, so Yildirim und Blanik.

Für Yildirim ist es wenig verwunderlich, dass nur knapp 10% der Mütter von Kindergartenkindern Vollzeit arbeiten, wenn Kindergärten in Tirol durchschnittlich an 44 Tagen geschlossen haben und 75% schon vor 16.30 Uhr zusperren.„Bei der Kinderbetreuung geht es ganz wesentlich um Qualität. Eltern müssen ihre Kinder gut aufgehoben wissen. Stimmt das Angebot im Hinblick auf Öffnungszeiten, Personal und Infrastruktur, wird es auch angenommen“, weiß Blanik als Bürgermeisterin von Lienz aus eigener Erfahrung. Kinderbetreuungseinrichtungen sind kein Selbstzweck, sondern die ersten Bildungseinrichtungen, die allen Kindern zugänglich sein müssen. „Weiters muss endlich das Recht auf Integration und Inklusion in der Kinderbetreuung verankert werden, wie die SPÖ das bereits verlangt hat.“

„Kinderbetreuung ist für Gemeinden eines der wichtigsten Zukunftsthemen, das der Landflucht entgegenwirkt. Von einer echten Vereinbarkeit von Kind und Karriere sind wir in vielen Regionen Tirols noch meilenweit entfernt. Gemeinden, die kein entsprechendes Angebot bieten können, machen sich als Wohnort für junge, gut ausgebildete Frauen unattraktiv“, sind sich Yildirim und Blanik einig.