Oberhauser zum Welt-Hepatitis-Tag: Bald 20 Jahre gratis Hepatitis B-Impfung für Kinder in Österreich

Hepatitis B kann mit Hilfe von Impfungen ausgerottet werden; WHO empfiehlt seit 2005 Hepatitis B-Impfung weltweit für alle Personen

"Die Hepatitis B-Impfung ist in Österreich seit fast 20 Jahren kostenfrei für Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr erhältlich. Hepatitis B kann mit Hilfe von Impfungen ausgerottet werden. Deshalb empfiehlt auch die WHO seit 2005 die Hepatitis B-Impfung weltweit für alle Personen", erinnert Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser heute, Dienstag, anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages an die Bedeutung der Impfung. Der Welt-Hepatitis-Tag findet jährlich am 28. Juli statt und soll das gesellschaftliche Bewusstsein über diese ernstzunehmenden Erkrankungsformen schärfen.

"Pro Jahr sterben weltweit 1,45 Millionen Menschen an den Folgen einer Hepatitis-Erkrankung, davon 600.000 an den Folgen einer Hepatitis B-Infektion. Viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden", erklärt die Gesundheitsministerin.

Hepatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Leber und wird meist durch Viren ausgelöst. Derzeit sind fünf Hepatitis-Viren bekannt (A, B, C, D und E), die akute und – im Falle von Hepatitis B und C – auch chronische Lebererkrankungen verursachen. Hepatitis B wird vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut übertragen und kann eine lebensbedrohliche chronische Infektion verursachen.

"Schätzungen besagen, dass derzeit in Österreich 42 000 chronisch Hepatitis B-Erkrankte bzw. Personen, die das Hepatitis-B-Virus in sich tragen, leben. "Viele Menschen sind sich Ihrer Infektion aber gar nicht bewusst, weshalb von höheren Zahlen ausgegangen werden kann. Ich appelliere daher am heutigen Welt-Hepatitis-Tag an die Bevölkerung: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Einen zuverlässigen Schutz vor Hepatitis B erreicht man durch die aktive Schutzimpfung", sagt Oberhauser.
 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS