Blatnik: Strafrechtsrefom schützt Frauen vor sexueller Belästigung

Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt – Wichtiger Schritt in Richtung Selbstbestimmung – Ausweitung der Erschwernisgründe ist ein frauenpolitischer Erfolg

Die SPÖ-Bundesratsabgeordnete und Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses, Ana Blatnik begrüßt die Strafrechtsnovelle. "Diese Reform ist ein wichtiger Schritt zur Selbstbestimmung der Frauen. Es wird deutlich gemacht, dass das Recht auf ihrer Seite ist", zeigt sich Blatnik am Donnerstag erfreut.

Mit der Ausweitung des Schutzes werde klargestellt, dass sexuelle Belästigung kein Kavaliersdelikt ist. "Jede unerwünschte und entwürdigende Berührung ist nicht in Ordnung. Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper", unterstreicht Blatnik.

Wichtig sei auch die Ausweitung der Erschwernisgründe. Unmündige Opfer erleben eine immense Erschütterung, wenn Gewalt in besonderen Nahebeziehungen wie in der Familie stattfindet. "Endlich wird dies im Strafgesetzbuch als Erschwernisgrund anerkannt", freut sich die Bundesrätin.