Selbstbewusst gegen den Schönheitswahn!

Yildirim / Wurm: „Übertriebene Schönheitsideale machen krank. Die SPÖ-Frauen treten mit ihrer Sommeraktion für gesundes Körperbewusstsein ein“

„Schön, schlank und jung – gerade in der Sommerzeit vermitteln uns Frauenzeitschriften sowie die Mode- und Kosmetikindustrie, wie Frauen angeblich sein müssen. Tatsächlich ist das aber nicht so! Entscheidend ist nämlich, dass Mädchen und Frauen sich in und mit ihrem Körper wohl fühlen“, so Selma Yildirim, Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol und Gisela Wurm, Frauensprecherin der SPÖ im Nationalrat.
Die SPÖ-Frauen greifen daher in ihrer Sommeraktion „Mein Körper. Selbst.Bestimmt“ unter anderem mit einer Fragebogenaktion das Thema selbstbestimmte Körperlichkeit auf. Ziel ist es, Frauen zu vermitteln, dass sie genauso „passen“ wie sie sind. Der Verbreitung falscher Schönheitsideale wird offensiv entgegengetreten.
„Leider macht der übertriebene Schönheitswahn immer mehr Frauen krank. Besonders junge Frauen leiden oft unter den vermeintlichen Idealen, welche durch die Medien und die Werbewelt vermittelt werden. Durch nachträglich stark bearbeitete Fotos, extrem dünne Models oder Schaufensterpuppen mit Maßen, die mit „normalen“ Frauen nichts zu tun haben, wird ein Trugbild des „perfekten“ Körpers vermittelt. Die Mode- und Schönheitsindustrie braucht Grenzen! Es kann nicht das Ziel sein, dass immer mehr minderjährige Mädchen mit Diäten beginnen oder von einer Schönheitsoperation träumen, nur um diesen falschen Idealvorstellungen zu entsprechen“, schildert Yildirim.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat deshalb eine Kennzeichnungspflicht bei stark bearbeiteten Werbefotos und eine Gewerbeordnung vorgeschlagen, die Modelagenturen die Anstellung von Frauen und Männern unter einem bestimmten Body-Mass-Index untersagt. Entsprechende Gesetze gibt es dazu beispielsweise in Frankreich, Spanien und Israel.
„Körbchengrößen oder ein paar Kilogramm mehr oder weniger sind nebensächlich. Selbstbestimmung, Selbstvertrauen, ein gesundes Körperbewusstsein und Wohlfühlen zählen viel mehr. Dafür setzen sich die SPÖ-Frauen mit dieser Aktion ein“, so Wurm.
Jede zweite Frau, jedes zweite Mädchen, fühlt sich zu dick. Wirklich übergewichtig sind aber nur 6 %. Die Zahl der Menschen, die wegen Essstörungen behandelt werden müssen, steigt stetig an.
„Wir wollen mit möglichst vielen Frauen und Männern ins Gespräch kommen und ein gesundes Körperbewusstsein fördern. Mit der österreichweiten Fragebogen-Aktion gehen wir den Anliegen und Wünschen der Frauen auf den Grund“, so Yildirim und Wurm.
Den Online-Fragebogen gibt es hier: http://goo.gl/forms/uqOLSk4olA