Bayr zum Weltbevölkerungstag: Notfallverhütung für Frauen auf der Flucht

Besonders gefährdete Personen in Krisensituationen schützen

"Wenn Menschen auf der Flucht sind, sind sie immer Gefahren ausgesetzt. Frauen und Mädchen sind besonders gefährdet, Opfer von sexualisierter Gewalt zu werden", streicht Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Weltbevölkerungstages am 11. Juli hervor, der heuer auf besonders gefährdete Gruppen in Krisensituationen aufmerksam macht. "Vergewaltigung und sexualisierte Gewalt fügen seelische und körperliche Wunden zu. Sie können zu ungewollter Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV führen", führt Bayr aus.

Laut Daten der Vereinten Nationen waren Ende des vergangenen Jahres 60 Millionen Menschen auf der Flucht, statistisch gesehen ist jede fünfte Frau schwanger. "Ohne medizinische Betreuung ist in vielen Ländern Schwangerschaft und Geburt auch unter normalen Umständen eine Gefahr für die Gesundheit und das Leben der Frau. Auf der Flucht schnellt das Risiko in die Höhe", betont Bayr. In der Betreuung von Flüchtlingen sei daher auch auf das Tabuthema reproduktive Gesundheit zu achten. "Vor allem der Zugang zu Notfallverhütungsmittel und sicherer Abtreibung nach Vergewaltigungen ist essentiell", ist Bayr überzeugt.