Heinisch-Hosek/Hundstorfer: Vierter Bericht zu „Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich“

Nahezu alle Maßnahmen bereits in Angriff genommen – viele Ziele bereits erreicht

Der vierte Bericht zur "Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich" wurde heute dem Ministerrat vorgelegt. "Nahezu alle Maßnahmen wurden bereits in Angriff genommen und viele Ziele sind bereits erreicht", zeigen sich die MinisterInnen Gabriele Heinisch-Hosek und Rudolf Hundstorfer erfreut. Die Strategie umfasst 12 Strategische Ziele und Benchmarks sowie 10 Aktionslinien, jeweils mit konkreten Zielen und Maßnahmen. Dazu zählen etwa die Stärkung der vorschulischen Bildung und Erziehung als längerfristige Grundvoraussetzung, die Grundbildung und Chancengerechtigkeit im Schul- und Erstausbildungswesen oder die Erwachsenenbildung sowie die Weiterbildung zur Sicherung der Beschäftigungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

"Lebensbegleitendes Lernen kann nicht auf bildungspolitische Fragen allein reduziert werden, sondern erfordert ein Zusammenwirken verschiedener Politikfelder, wie Wissenschaft, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik", erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Eine vertiefte Kooperation zwischen den Ressorts ist notwendig, um alle sozialen Gruppen miteinzubeziehen und Menschen Mut zu machen, ihre Talente zu entdecken und ihr Potenzial auszuschöpfen. Auch über die Erstausbildung hinaus braucht es Angebote, die es Menschen ermöglichen, ihre Teilhabechancen in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die Strategie zum Lebensbegleitenden Lernen leistet einen wichtigen Beitrag zur kompetenzorientierten, leistungsbezogenen und persönlichen Entwicklung aller Lernenden", so die Ministerin, die sich besonders freut, dass das Förderprogramm "Initiative Erwachsenenbildung" auch in den Jahren 2015 bis 2017 fortgeführt wird.

"Eine gute Ausbildung ist der beste Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Es gehe aber heutzutage mehr denn je darum, seine Fähigkeiten immer wieder zu erneuern und zu erweitern, betonte Hundstorfer. Mit der Ausbildungsgarantie erhalten all jene Jugendlichen einen Ausbildungsplatz, die keine Lehrstelle in einem Betrieb finden und im kommenden Jahr wird die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre starten. "Eine Verlängerung der Mindestausbildungsdauer junger Menschen ist vor dem Hintergrund steigender beruflicher und gesellschaftlicher Anforderungen erforderlich", sagte der Sozialminister. Die Arbeitsmarktpolitik leistet über das Arbeitsmarktservice einen wesentlichen Beitrag, um Menschen bei der beruflichen Weiterbildung und Neuorientierung zu unterstützen. Aber auch für ältere Menschen ist lebensbegleitendes Lernen ein wichtiger Faktor. "Deshalb ist ein Ziel der Seniorenpolitik, älteren Menschen einen gleichberechtigten und ungehinderten Zugang zu hochwertigen und vielfältigen Lernangeboten zu ermöglichen", so Hundstorfer.

Die im Jahr 2011 beschlossene Strategie der österreichischen Bundesregierung zum lebensbegleitenden Lernen (LLL:2020) ist ein Instrument, um die verschiedenen Aspekte des Lernens ganzheitlich zu betrachten und die unterschiedlichen Systeme und Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Im vierten Jahr des Umsetzungszeitraumes ist es gelungen, bestehende Ansätze im Bildungs- und Ausbildungsbereich weiterzuentwickeln und neue zu etablieren. Damit konnte die Basis für das lebensbegleitende Lernen deutlich verbessert und die Teilnahmemöglichkeiten in allen Lebensphasen erweitert werden.
 

Foto: Astrid Knie