Wurm: Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen

Frauenministerin setzt sich für Frauen-Quoten in Aufsichtsräten ein

SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm hält zum kürzlich erschienenen "Gender Equality Index" vom Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) fest, dass "in Sachen Gleichstellung auch in Österreich noch einiges passieren muss. Wir kämpfen in Österreich seit jeher – und oft erfolgreich – für mehr Einkommensgerechtigkeit, bessere Aufstiegschancen und mehr Frauen in Führungspositionen. Aber wir haben auch noch viel vor uns. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat erst kürzlich wieder bekräftigt, dass es in Österreich eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten auch in der Privatwirtschaft geben muss", hält Wurm fest. ****

"Vieles ist auf dem Weg. In staatsnahen Betrieben haben wir schon 37 Prozent Frauen durch die dortige Frauenquote in den Aufsichtsräten. Wir setzen uns schon lange dafür ein, dass es auch in der Privatwirtschaft fixe Quoten gibt. Und auch auf europäischer Ebene sind wir ganz klar für eine 40-Prozent-Quote", betonte Wurm. 16,2 Prozent Frauenanteil weisen die österreichischen Aufsichtsräte in der Privatwirtschaft auf, 2005 waren es erst 7,6 Prozent. "Es ist schon Bewegung in die Sache gekommen. Dennoch zeigen die Zahlen, dass eine freiwillige Quote allein nicht die gewünschten Ergebnisse bringt", so Wurm. "Das reflexartige ‚Nein‘ vom Wirtschaftsbund zum Vorschlag einer fixen Quote zeigt aber auch, wie schwierig es oft ist, hier mit der Wirtschaft auf einen grünen Zweig zu kommen", betonte die SPÖ-Frauensprecherin. "Die Frauen in der SPÖ und allen voran Ministerin Heinisch-Hosek werden hier aber nicht nachlassen. Die Ministerin wird die Forderung nach einer Frauenquote in Aufsichtsräten wieder verstärkt in Sozialpartner-Gespräche einbringen", berichtete Wurm.