Heinisch-Hosek: „Partnerschaftliche Teilung von Kinderbetreuung hat positiven Effekt auf Berufstätigkeit von Frauen“

Vereinbarkeit ist nicht alleine ein Frauenthema – Anreize für Väterbeteiligung ausbauen

"Das Wiedereinstiegsmonitoring der Arbeiterkammer zeigt schwarz auf weiß, dass Frauen, deren Partner in Karenz gehen, leichter die Rückkehr in den Job schaffen" so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zur heutigen Präsentation, die durch die Ergebnisse auch erneut die Väter gefordert sieht: "Eine zu lange Babypause ohne Beteiligung der Väter hat einen nachteiligen Effekt auf den Wiedereinstieg. Vereinbarkeit ist nicht alleine ein Frauenthema", so die Ministerin.

Immer mehr Frauen bevorzugen außerdem kürzere Karenzzeiten – und auch das wirkt sich positiv aus. "Die Väterbeteiligung an der Kinderbetreuung ist zentral, um den Wiedereinstieg zu unterstützen. Da hat sich in den letzten Jahren bereits einiges getan. Nicht zuletzt helfen hier die 300 Millionen Euro, die wir in den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze investieren", so Heinisch-Hosek. Trotzdem sei der Väteranteil aber noch auf einem zu niedrigen Niveau. "Es braucht verstärkte Anreize und bessere Rahmenbedingungen für eine partnerschaftliche Teilung: Einen bezahlten Papamonat für die Privatwirtschaft, einen höheren Anteil des Kinderbetreuungsgeldes, der ausschließlich für die Väter reserviert ist und einen Bonus bei partnerschaftlicher Teilung", so die Ministerin.

Nicht vergessen werden, dürfen außerdem die Alleinerzieherinnen: "Sie tun sich am schwersten mit dem Wiedereinstieg, daher brauchen sie auch unsere besondere Unterstützung", so die Ministerin abschließend.