20. Wiener Regenbogenparade – Heinisch Hosek: „Werden an Levelling-up und Öffnung der Ehe dranbleiben

Frauenministerin: Regenbogenparade setzt wichtiges und sichtbares Zeichen der Solidarität
 
Wien (OTS/SK) – Der Wiener Ring und der Rathausplatz haben sich gestern, Samstag, wieder solidarisch, bunt und ganz im Zeichen von Gleichberechtigung und Toleranz präsentiert. Nach dem Paradenzug über die Ringstraße stand am Abend die große Open-Air-Abschlussveranstaltung der 20. Wiener Regenbogenparade auf dem Programm. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek betonte, dass sich in Österreich noch einiges in Sachen echte Gleichstellung tun muss. "Leider hat sich beim Levelling-up, dem Diskriminierungsschutz außerhalb der Arbeitswelt, noch nicht genug getan. Und leider haben wir noch keine Öffnung der Ehe. Aber wir werden dranbleiben und darum kämpfen", betonte Heinisch-Hosek, die darauf verwies, dass manche offenbar "noch länger brauchen". Es gelte, diese konservativen Kräfte zu überzeugen: "Wir bleiben ungeduldig", bekräftigte die Ministerin in ihren Grußworten. ****
 
Die Frauenministerin unterstrich weiters, dass sie vorhabe, nächste Woche einen modernen Sexualpädagogik-Erlass herauszugeben. Dieser Erlass werde die Vielfalt gesellschaftlicher Lebensweisen berücksichtigen. Heinisch-Hosek betonte auch, dass "bei dieser wunderbaren Regenbogenparade ein wichtiges und sichtbares Zeichen der Solidarität gesetzt wird".
 
SERVICE: "Sichtbar 2015" – so lautet das Motto der diesjährigen "Vienna Pride", die vom 16. bis 21. Juni 2015 stattfindet. Höhepunkt von Österreichs größter Veranstaltung der Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen-, Transgender- und intersexuellen Personen-Community ist die Regenbogenparade am Wiener Ring. Die heuer bereits zum 20. Mal stattfindende, von der HOSI Wien (Homosexuelle Initiative Wien) organisierte Regenbogenparade gilt als eine der größten Demonstrationen Österreichs, bei der alljährlich rund 100.000 TeilnehmerInnen und BesucherInnen ein ebenso deutliches wie unübersehbares Zeichen für eine Kultur der Gleichberechtigung, Solidarität und Akzeptanz setzen. Weitere Informationen gibt es unter 
www.viennapride.at
 
 
 
Foto: Thomas Peschat