Frauenberger zur Regenbogenparade: Stadt Wien ist andersrum

Eigenes LGBTI-MitarbeiterInnen-Netzwerk wird in der Stadt Wien gegründet – Personalstadträtin lädt zu Teilnahme an Regenbogenparade ein

Morgen findet die größte österreichweite Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Personen und Intersexuellen (LGBTIs) in Wien statt. Die Stadt Wien wird auch heuer mit einem eigenen Wagen der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) vertreten sein. Thema des Paradenauftrittes ist die Diskriminierung von LGBTIs am Arbeitsplatz. Wie die Studie "Queer in Wien" aufzeigt, ist fast die Hälfte am Arbeitsplatz nicht geoutet, weil sie dadurch eine schlechtere Behandlung befürchtet. Gleichstellungsstadträtin Sandra Frauenberger dazu: "Das bedeutet nicht nur beim Frühstückskaffee verheimlichen zu müssen, mit wem man am verlängerten Wochenende auf Thermenurlaub war. Es geht vor allem auch darum, dass Ansprüche wie Pflegefreistellung verloren gehen, wenn die gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaft aus Angst vor Diskriminierung geheim gehalten wird."

Um diesen Umstand zu ändern, braucht es eine offene Unternehmenskultur. Die Stadt Wien geht als Arbeitgeberin für 65.000 MitarbeiterInnen mit gutem Vorbild voran und startet neben altbewährtem wie Sensibilisierungsschulungen in der Lehrlingsausbildung jetzt auch ein eigenes LGBTI-MitarbeiterInnen-Netzwerk: "Wir brauchen ein Klima der Vielfalt als Norm. Im neuen Netzwerk geht es darum, Erfahrungs- und Informationsaustausch zu ermöglichen und sich dadurch gegenseitig zu stärken. Außerdem lade ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Wien ganz herzlich dazu ein, mit mir gemeinsam beim Wagen der WASt ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen. Setzen wir ein starkes Zeichen für gleiche Rechte und Akzeptanz!", so Frauenberger abschließend.
 

Foto: Alexandra Kromus