Brunner zum Bundeselterverband: Wer Frauen und Mädchen sprachlich ausblendet, macht sie unsichtbar

Utl: Geschlechtersensible Sprache ist ein unverzichtbares Element einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichgestellt sind

 

"Mich wundert und ärgert die Initiative des Bundeselternverbandes ‚GeGender – Gegen Gendern in Schulbüchern‘ sehr. Denn genau diese Gruppe der Gegnerinnen und Gegner der sprachlichen Gleichstellung ist es, die im Gegenzug immer die Frage stellt, ob wir denn keine anderen Sorgen hätten", sagte heute, Montag, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. "Für uns SPÖ-Frauen ist eine geschlechtersensible Sprache ein unverzichtbares Element einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer bzw. Mädchen und Buben gleichgestellt sind. Gerade der Elternverband sollte wohl im Sinne der Kinder wollen, dass Mädchen auch gleichwertig mit Burschen genannt werden und die gleichen Rechte besitzen", sagte Brunner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Wer Frauen und Mädchen sprachlich ausblendet, macht sie unsichtbar", betonte Brunner. "Sprache als unser wichtigstes Ausdrucksmittel ist Spiegelbild unserer Gesellschaft. Deshalb sollte die Sprache so gestaltet werden, dass Frauen direkt angesprochen werden".

"Ich lege dem Bundeselternverband und allen anderen Gegnerinnen und Gegnern einer gendergerechten Sprache zum wiederholten Male den ‚Leitfaden für geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Empfehlungen und Tipps‘ des Bundesministeriums für Frauen nahe, in dem die sehr einfach verständlichen Grundprinzipien geschlechtergerechten Formulierens sowie praxisbezogene Vorschläge festgehalten sind. Vielleicht nimmt ihnen ein so einfach verständlicher Leitfaden die Angst", so Brunner abschließend.