Bayr zum Internationalen Tag der Eltern: Jede Person hat das Recht, über Elternschaft zu entscheiden

222 Millionen Frauen haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln

Anlässlich des Internationalen Tages der Eltern am 1. Juni betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, dass jeder Mensch das Recht habe, selst zu entscheiden, wann und mit welchem Partner, mit welcher Partnerin, er oder sie ein Kind bekommen möchte: "Es ist weltweit leider keine Selbstverständlichkeit, dass Männer und Frauen frei wählen können, wann und mit wem sie eine Familie gründen und Eltern werden." Darüber hinaus gelte es festzuhalten, "dass das Selbstbestimmungsrecht des Menschen auch beinhaltet, keine Kinder zu bekommen. Dafür ist der Zugang zu modernen und effektiven Verhütungsmitteln unerlässlich", betont Bayr und macht darauf aufmerksam, dass 222 Millionen Frauen keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln haben, obwohl sie diesen gerne hätten. ****

Bayr betont den engen Zusammenhang von Bildung und dem Eltern-Werden: Menschen, die selbst in den Genuss einer Ausbildung gekommen seien, bekämen signifikant später Kinder und diese wiederum hätten eine weitaus größere Chance, selbst eine gute Ausbildung zu bekommen. Bildung sei der wichtigste Schlüssel für eine bezahlte Arbeit, die wiederum ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben ermöglicht. "Besonders für Frauen ist Selbstbestimmung und Unabhängigkeit in weiten Teilen der Welt leider keine Selbstverständlichkeit", so Bayr. "Gerade deshalb werden auch die kommenden Nachhaltigkeits-Entwicklungsziele einen Schwerpunkt auf Empowerment von Frauen und Mädchen durch Bildung setzen – eine wichtige Voraussetzung für künftige Mütter, die gesunde Wunschkinder auf die Welt bringen können."
 

Foto: Ursula Prager-Ramsa