SJ-Herr/Zederbauer: „Es darf nicht weiter verARSCHT werden!“

Utl.: Sozialistische Jugend unterstützt Frauenministerin Heinisch-Hosek nach Rückzieher von Justizminister Brandstetter beim „Po-Grapschen“

Innenpolitik/Justiz/Strafrecht/Sexualität/Belästigung

"Kommt Minister Brandstetter mit seiner Entscheidung durch, ändert sich wieder nichts an der Bagatellisierung von sexueller Belästigung", kritisiert Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und warnt davor die Chance zu vergeben, gegen die Verharmlosung sogenannter ‚Kavaliersdelikte‘ vorzugehen. "Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Der Griff ans Gesäß überschreitet diese Grenze klar und deutlich!", meint Marlis Zederbauer, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich und unterstützt Ministerin Heinisch-Hosek: "Die Frauenministerin besteht zu Recht auf dem Beibehalt des ‚Po-Grapsch‘-Paragrafen."

"Die Sozialistische Jugend unterstützt weiters den neuen Tatbestand bezüglich Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung", so Zederbauer und begrüßt die rechtlich gestärkte Position von Opfern sexueller Gewalt. Bisher musste sich das Opfer verbal oder körperlich gegen die sexuelle Handlung zur Wehr setzen damit die TäterIn strafrechtlich verfolgt werden kann. Nun reicht es, wenn durch das Verhalten klar ist, dass das Opfer mit dem Vorgehen nicht einverstanden ist. "Sexuelle Belästigung beginnt jedoch schon früher", meinen beide Vertreterinnen und verweisen auf 34,8% der Frauen und 7,1% der Männer die sich durch den Griff ans Gesäß oder einen ungewollten Kuss belästigt fühlten. "Wir fordern Minister Brandstetter auf, seinen Rückzieher zu überdenken!"