Herr/Kucharowits: Mitterlehner weiterhin für Diskriminierung Homosexueller

ÖVP kickt Diskriminierungsschutz aus dem Ministerrat

"Es ist einfach ein inakzeptables Spektakel, wie sich Mitterlehners ÖVP zum wiederholten Male nicht dazu aufraffen kann, die Diskriminierung von Homosexuellen zu unterbinden", so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend (SJ) und Katharina Kucharowits, Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ (JG). ****

"Mitterlehner kann sich also nicht dazu durchringen, zu verhindern, dass ein homosexuelles Paar aufgrund seiner Liebe am Betreten einer Disco gehindert wird. Gerade in einer Phase, wo sich das Land während des Song Contests unter dem Motto "Building Bridges" als fortschrittlich und menschlich präsentieren möchte, halte ich das für ein unwürdiges Signal", so Katharina Kucharowits weiter.

"Wir müssen uns ändern, weil sich die Welt verändert hat", das waren die Worte des ÖVP-Obmanns Mitterlehner beim letztwöchigen Bundesparteitag der ÖVP. Doch bereits wenige Tage später beweist Mitterlehner nun, dass seine Partei so rückwärtsgewandt wie eh und je bleibt.

"Verblüfft stimme auch, dass die ÖVP offensichtlich auch ältere Menschen vom Konsum von Waren und Dienstleistungen abschneiden will. Denn auch der Diskriminierung aufgrund des Alters sollte mit dem ‚levelling up‘ ein spätes Ende bereitet werden", bekräftigt Julia Herr.

So setzte sich der VP-Chef erfolgreich dafür ein, dass das sogenannte "levelling up", die Erweiterung des Diskriminierungsschutzes außerhalb des Arbeitsplatzes aufgrund etwa der sexuellen Orientierung oder des Alters, von der gestrigen Ministerrats-Tagesordnung gestrichen wurde. "Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen und fordern Minister Mitterlehner auf, seine Position zu überdenken", so Kucharowits und Herr abschließend.